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Jakob Wassermann
Caspar Hauser oder Die Trägheit des Herzens
Mit einem Nachwort von Thomas Kraft
(1908)

dtv
2012
480 Seiten
ISBN-13: 978-3-423-14081-2
€ 10,20 (A) € 9,90 (D)


Von Manuela Sokele am 22.10.2012

  Jeder hat wohl schon einmal von dem berümten Caspar Hauser gehört. Eine der besten literarischen Schilderungen über das Leben dieses Jungen liefert garantiert Jakob Wassermann mit seinem Buch „Caspar Hauser oder Die Trägheit des Herzens“.
 
  Als Caspar Hauser aufgefunden wurde konnte er weder richtig sprechen noch schreiben. Nur die Worte „Caspar Hauser“ kann er mühevoll aufschreiben. Nachdem er zunächst im Gefängnis gelandet ist, nehmen sich immer wieder Menschen seiner an. Doch was auf der einen Seite als Sensation galt wird auf der anderen als Schwindel abgetan. Wer dieser Caspar Hauser wirklich war – möglicherweise sogar ein Erbprinz aus dem Hause Baden – werden wir wohl nie erfahren. Es ist ebenso berührend wie interessant, die wenigen Jahre, die dieser junge Mann in der so genannten Zivilisation verbringen konnte, mit Hilfe dieses Romans nachvollziehen zu können.
 
  Trotz seines beachtlichen Alters – immerhin ist er schon über 100 Jahre alt – hat der Roman nichts an Spannung und Dramatik verloren. Wer genaue Informationen über den rätselhaften Fall des 1828 aufgefundenen 17jährigen Knaben haben will, sollte „Caspar Hauser oder Die Trägheit des Herzens“ unbedingt lesen. Jakob Wassermann hat ihn nach den ihm zugänglichen Quellen verfasst und 1908 veröffentlicht.

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