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R. L. Stine
Das Skalpell
Laurie weiß zuviel

Loewe
1999
154 Seiten
ISBN-13: 978-3785533529


Von Klaus Makollus am 21.09.2012

  Laurie ist sich ganz sicher: Im Krankenhaus von Shadyside wird etwas vertuscht. Der kleine Toby von der Kinderstation hat doch nicht umsonst so viel Angst. Er wird auch ganz überstürzt abgeholt. Doch niemand außer Lauri findet es merkwürdig. Niemand glaubt Laurie…
 
  Hier liegt ein typischer Spannungsroman a la R. L. Stine vor. Eine junge Dame hat einen Ferienjob, als merkwürdige Dinge um sie herum geschehen. Diese merkwürdigen Dinge fallen aber auch nur ihr auf, so dass sie von ihrer Umwelt nicht ernst genommen wird. Fast schon im Alleingang und innerhalb kürzester Zeit kann sie dieses Rätsel ohne Hilfe von außen lösen.
  Das Ende kann man zwar durchaus als dramatisch bezeichnen. Eine wirkliche Lösung bietet das aber nicht. Was genau hat der Bösewicht wie angerichtet? Was waren seine Motive? Vieles wird eher angedeutet denn bestätigt. Der Verbrecher kommt nämlich nicht mehr dazu, irgendeine Aussage zu machen….
  Kindern und jugendlichen Lesern mag dies egal sein. Für Erwachsene ist es unbefriedigend.
  Das Fazit kann aber trotzdem gut ausfallen. Hier liegt spannende und gut lesbare Unterhaltung vor.
 
  Robert Lawrence Stine wurde am 8. Oktober 1943 in Columbus, Ohio geboren. Nach seinem Bachelor-of-Arts-Abschluß an der Ohio State University arbeitete er zunächst als Lehrer und Herausgeber; seit 1986 ist er dann nur noch hauptberuflicher Schriftsteller. Die Fear Street, zu der dieses Buch auch gehört, gibt es seit 1989 und führte zu seinem Durchbruch als Autor in den USA.
  Stine mixt in seinen Büchern vertraute Situationen aus dem Leben von Kindern und Jugendlichen mit Horror und Gruseleffekten sowie einer Prise Ulk und Witz. Sein Sprachstil gilt als parataktischer – Stine formuliert als vornehmlich in Hauptsätzen, die der Umgangssprache entnommen sind. Die Sprache gilt als sehr schlicht und geschickt an den Jugendjargon (was auch immer das sein mag) angepasst, ohne dabei auf ein niedriges Niveau herabzusinken. Man sagt seinen Büchern nach, daß sie viele Jugendliche, die sonst nie ein Buch in die Hand nehmen würden, zum Lesen bringen. Angeblich können teilweise dadurch sogar ihre Lese- und Schreibkompetenz in der Schule verbessern.

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