Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
Ward Moore
Der große Süden
(Bring the Jubilee, 1955)

Übersetzt von Walter Brumm
239 Seiten


Von Alfred Ohswald am 27.03.2000

  Jahre nach dem verlorenen Bürgerkrieg gegen die Südstaaten sind die Vereinigten Staaten ein verarmtes Land und die Südstaaten und der Deutsche Bund dominieren die Welt politisch und wirtschaftlich. Armut, Hunger, Rassismus und Arbeitslosigkeit plagen die Bevölkerung.
  In dieser Situation wächst Hodge auf einer kleinen Farm auf und beschließt mit 17, seinen Bildungshunger mit einem Studium in der Stadt zu stillen. Ziemlich mittellos macht er sich auf den Weg und das Wenige wird ihm am erste Tag in der Stadt bei einem Überfall geraubt. Ein Fremder hat Mitleid mit ihm und verschafft ihm eine Stelle in einem Bücherladen. Sein neuer Chef ist, für die harten Zeiten ungewöhnlich, sehr großmütig zu ihm und er kann sich nebenbei mit dem Lesen zahlloser Bücher weiterbilden. Sein Chef engagiert sich aber auch in einer terroristischen Untergrundbewegung und er wird in deren Unternehmungen reingezogen. Er hat eine Affäre mit einem Mädchen und findet einen Freund. Dieser ist jedoch ein Schwarzer und als ihn seine Freundin mit ihm sieht, macht sich der alle dominierende Rassismus bemerkbar und sie trennt sich von ihm.
  Er bewirbt sich bei verschiedenen Universitäten und bekommt eine vage Zusage von einer ungewöhnlichen Gruppe von Wissenschaftlern. Dort findet er schließlich Aufnahme und er beschließt, Historiker zu werden. Nach heftigen, privaten Turbulenzen ergibt sich für ihn die für einen Historiker einmalige Gelegenheit einer Zeitreise.
 
  Das Buch ist ein Klassiker der alternativen Geschichte. Es ist ein typischer Vertreter dieses Nebengenres der Science Fiction und vereint eine gelungene Geschichte und Schlußpointe mit einem durchdachten und originellen Hintergrund. "Der große Süden" kann durchaus mit den zahlreichen späteren Romanen dieser Art mithalten.

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.