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Sead Husic
Die Frauen von Srebrenica

Schiler Hans Verlag
2012
91 Seiten
ISBN-13: 978-3-89930-374-2
€ 49,-


Von Klaus Makollus am 16.06.2012

  Hier liegt ein Ausstellungskatalog vor. Die dazugehörige Ausstellung ist in der Zeit vom 15. Juni bis zum 15. Juli 2012 im der Cubus-Kunsthalle, die in der Duisburger Innenstadt beheimatet ist, zu sehen.
  "Schwerpunkte des Programms sind Publikationen aus den Politik- und Sozialwissenschaften, Exil- und Migrationsliteratur und arabische Literatur. Regionale Schwerpunkte sind Deutschland und Europa, Nahost/Mittlerer Osten, Zentralasien und Afrika. Im Verlag erscheinen Reihen wissenschaftlicher Institute, Fach- und Sachbücher, und Belletristik in mehreren Sprachen.
  In der Belletristik setzen wir auf internationale moderne und Nachwuchsautoren. Vier unserer Autoren wurden in Deutschland mit einem Literaturpreis ausgezeichnet," stellt sich der Verlag auf seiner Internetpräsenz selbst vor. Er war zumindest mir persönlich bislang ziemlich unbekannt.
 
  Das Buch ist schnell beschrieben. In englischer und deutscher Sprache gibt es jeweils eine zweiseitige Einfürung in die Thematik. Der Rest des Buches zeigt die Ausstellung. Auf den Seiten mit den geraden Ziffern gibt es je ein Schwarzweißoto zu sehen. Auf der gegenüberliegenden Seite, also der Seite mit den ungeraden Ziffern, gibt es als Text den Namen der Frau und ihrer ermordeten männlichen Angehörigen.
 
  Der Anlaß für die Ausstellung und den dazugehörigen Ausstellungskatalog, nämlich die Ermordung von Menschen, ist sicherlich traurig.
  Dafür, da? es sich hier um einen Ausstellungskatalog handelt. liegt ein ungewöhnliches Exemplar dieser Literaturgattung vor. Wo liegt der Informationsgehalt? Soll hier auf die Arbeit der Frauen hingewiesen, die Grausamkeit eines Krieges beschrieben werden? Keine Ahnung.
  Die Zielgruppe des Kataloges ist genauso schwer zu fassen. Ein Kroate wird sicherlich eine gefühlsmäßige, persönliche, wenn nicht sogar familiäre Beziehung zu dem Balkankrieg haben. Doch was ist mit deutschen, liechtensteinischen, Luxemburgischen oder sanmarinesischen "Lesern", dem all diese Beziehungen fehlen? Es bleibt dem Verlag zu wünschen, daß er hier keinen Ladenhüter produziert hat.

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