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Érik Orsenna
Die Zukunft des Wassers
Eine Reise um unsere Welt
(L’Avenir de l´eau. Petit précis de mondialisation, 2008)

dtv
2012
Übersetzt von Caroline Vollmann
319 Seiten
ISBN-13: 978-3423346900
€ 11,90


thalia.at
amazon.de

 

 

Von Alfred Ohswald am 20.02.2012

  Der und Schriftsteller Erik Arnoult widmet sich unter seinem Pseudonym Érik Orsenna in „Die Zukunft des Wassers“ allen möglichen Aspekten des Wassers.. Unter seinem richtigen Namen veröffentlicht er nur rein wissenschaftliche Arbeiten. Im vorliegenden Buch finden sich, nach einer kurzen Einführung in die Fakten, eine Reihe von Reportagen mit thematischen und/oder örtlichen Schwerpunkt.
  Bei der kurzen Fakteneinführung macht sich der Punkt bemerkbar, dass mancher Teil nur sehr oberflächliche abgehandelt werden konnte. So ist es etwa beim kurzen Abschnitt über die Entstehung der Elemente schon so stark zusammengefasst, dass es bei manchen Details schon bei genauer Betrachtung als zumindest potentiell Missverständlich angesehen werden kann.
  So behandelt das erste Kapitel das Problem der Trockenheit in Australien, dass durch den Klimawandel natürlich noch weiter verstärkt wird. Orsenna erzählt, wie er verschiedenste Personen aufsucht und sie die Dinge aus ihrer Sicht erklären lässt. Von für die Trinkwasserversorgung zuständigen Staatsbeamten bis zu Viehzüchtern oder Weinbauern. Dabei gleicht es stellenweise mehr einem Reisebericht, als einer Reportage. Orsenna beschränkt sich meist darauf, die Standpunkte seiner Gesprächspartner wiederzugeben, ohne weiter zum Thema zu recherchieren und bewusst Personen mit Gegenstandpunkte zu Wort kommen zu lassen. Später ändert sich das aber dann doch halbwegs. Er kommentiert auf jeden Fall aber immer selbst kurz die Situation am Ende jedes Kapitels.
  Im zweiten Kapitel bereist er Südostasien vom blitzsauberen Singapur über die chaotischen und bettelarmen Kalkutta und Bangladesch bis zum scheinbar alle Probleme optimistisch anpackenden und lösenden Chinesen. In der schönen neuen Welt gleicht nur ein Detail den Zuständen im Rest der Welt, Führungskräfte klagen über Überarbeitung und geizen gern mit ihrer unendlich wertvollen Zeit. Weitere Themen, wie Gletscher und Wüsten folgen. Bei Wüsten kommt nicht selten die Problematik der politisch recht brisanten Situation hinzu. Israel ist dafür ein geradezu klassisches Beispiel.
  Schließlich werden noch verschiedene Modelle der Wasserversorgung vorgestellt und ihre Vor- und Nachteile angeführt. Dabei zeigt sich immer wieder, dass rein private oder rein öffentliche Versorger besonders effizient sind. Am Ende landet der französische Autor wenig überraschend bei der Situation in seinem Heimatland.

 

 

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