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Odile Kennel
Was Ida sagt

dtv
2011
315 Seiten
ISBN-13: 978-3423248969
€ 14,-90 [D] 15,40 [A]


Von Sabine Breit am 01.12.2011

  „Es handelte sich bei Idas Exkursen nicht um spontane Eingebungen, bei denen ein Wort das nächste gibt, bis man sich am Ende in den Verzweigungen einer Geschichte verliert, sondern um eine strukturierte Erzählung, die allen Verzweigungen zum Trotz auf ein Ziel zustrebte, von dem Louise nicht die geringste Ahnung hatte, was es sein konnte.“
 
  Louise, geboren in der Normandie, lebt in Berlin und fährt anlässlich der Beerdigung einer Großtante nach vielen Jahren wieder in das Dorf, in dem sie aufgewachsen ist. Einerseits, um dort Recherchen für Ihre Arbeit anzustellen, andererseits weil sie hofft, ihre Großcousine Ida, von der sie erwartet, Geheimnisse ihrer beider Familie zu erfahren, kennen zu lernen. Die Beerdigung ist da eher Vorwand, und als Louise und Ida einander tatsächlich begegnen, verlassen sie auch frühzeitig den Friedhof, um miteinander zu reden.
  Lang, aufschlussreich und teils auch schmerzhaft sind die Erzählungen und Geheimnisse, die Louise von Ida erfährt. Es zeigen sich Verbindungen zwischen der Besetzung der Normandie durch die Deutschen, der Landung der Alliierten und der verworrenen Familiengeschichte Louises und Idas, die auch deren Leben noch nachhaltig beeinflusst. Louise kann mit diesem neuen Wissen nun auch viele Vorkommnisse ihrer Kindheit und Jugend besser verstehen.
 
  Odile Kennel ist zweisprachig aufgewachsen, studierte Kultur- und Politikwissenschaften und hat bereits mehrere Bücher und Gedichte aus dem Französischen, Portugiesischen und Spanischen übersetzt. Im Jahr 2000 erschien ihre Erzählung „Wimpernflug“ in der Edition Ebersbach.
  „Was Ida sagt“ ist ihr erster veröffentlichter Roman. Sie hat europäische Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts gekonnt mit einer fiktiven Familiengeschichte, deren Folgen noch 2 Generationen nach Kriegsende zu spüren sind, verwoben.

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