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Markolf Hoffmann
Das Flüstern zwischen den Zweigen

Shayol
2011
177 Seiten
ISBN-13: 978-3926126986
€ 13,90


Von Alfred Ohswald am 25.09.2011

  So verbreitet Kurgeschichten im Science-Fiction-Genre sind, so selten sind sie in der Fantasy. Zumindest schaffen es sehr selten welche, veröffentlicht zu werden.
  Markolf Hoffmann hat mit seinem 4-teiligen Epos „Das Zeitalter der Wandlungen“ ein Meisterwerk geschaffen, das sich mit den international besten Autoren des Genres messen kann und im deutschsprachigen Raum kaum etwas Vergleichbares vorfindet. Allerdings ist seit der Veröffentlichung schon einige Zeit vergangen und so werden Fans diese Kurzgeschichtensammlung aus seiner Feder sicher freudig begrüßen. Dem Shayol-Verlag ist es zu verdanken, dass diese sichern nicht so gut verkäufliche Kurzgeschichtenband auch das Licht der Öffentlichkeit erblickt hat.
  Mit Ausnahme der beiden satirischen Geschichten „Meine Jagd“ und „Die Kerker von Abime“ sind es weitgehend eher düstere Erzählungen, die sich fast immer mit dem Thema Wald beschäftigen. Wobei der Wald immer ein Ort voller mythischer Wesen und sich manchmal erfolgreich, manchmal chancenlos gegen die ihn bedrohenden Menschen zur Wehr setzt.
  Obwohl Hoffmanns Können auch in „Das Flüstern zwischen den Zweigen“ deutlich seine Spuren hinterlässt, kommt die Kurzgeschichtensammlung nicht an die überragende Qualität von „Das Zeitalter der Wandlungen“ heran. Hier kann er seine Stärken, wie komplexe, wandlungsfähige Charaktere und zahlreiche, geschickt miteinander verwobene Handlungsstränge mit immer wieder überraschenden Wendungen nicht im selben Ausmaß virtuos zu Papier bringen. Spielt sein langes Werk vor einem klassischen Fantasy-Hintergrund, so erscheinen die Erzählungen trotz der recht düsteren Handlung großteils in einer Märchenwelt zu spielen.
  Die Erzählungen glänzen dafür mehr mit literarischen Qualitäten Wenn man etwa den absolut unterschiedlichen, jeweils passenden Erzählstil etwas des satirischen „Meine Jagd“ und dem zutiefst pessimistischen „Am Strand“ vergleicht, zeigt sich das handwerkliche Können und die Bandbreite Hoffmanns.

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