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Jack London
Alaska Kid
(Smoke Bellew)

186 Seiten


Von Alfred Ohswald am 21.03.2000

  Der junge Chris Bellew führt ein angenehmes Leben in der Stadt und wird von seinem Onkel oft und ausgiebig wegen seiner fehlenden Härte kritisiert. Durch seine Gutmütigkeit bietet er den Zeitungsbesitzer O'Hara seine Hilfe an, die der gnadenlos ausnützt. Als sein Onkel von einer wegen des Goldrausches geplanten Reise nach Alaska erzählt, bietet er spontan seine Mitreise an um dem unersättlichen O'Hara zu entkommen.
  Ihre Hauptaufgabe besteht Anfangs im Transport der umfangreichen Ausrüstung über schwieriges Gelände. Durch den Goldrausch sind Träger sehr teuer geworden und so können sie sich die Meisten nur bei den schwierigsten Steckenabschnitten leisten. Da er körperliche Arbeit nicht gewohnt ist, muß er an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit gehen.
  Doch als sie ihr Ziel erreichen, hat er Gefallen an diesem Leben gefunden. Obwohl er eigentlich vorhatte, jetzt wieder zurück zu reisen, beschließt er weiter in das unwirtliche Land vorzudringen. Er heuert deshalb als Hilfskraft auf einem Schiff an. Bald stellt sich heraus, daß seine beiden Arbeitgeber zwar viel Geld haben aber sich selbst in keiner Weise an der Arbeit beteiligen. So bleibt alles an ihm und seinem "Kurz" genannten Kollegen hängen. Mit ihm schließt er bald eine enge Freundschaft, die lange Zeit überdauern soll. Er schnell mit dem Schiff umzugehen, obwohl er vorher keine Ahnung davon hatte. Sie meistern schwierige Stromschnellen und können ihr Ziel nur knapp und unter größter Mühe vor dem Wintereinbruch erreichen, weil das Wasser zuzufrieren beginnt.
  In der Stadt angekommen, beginnen er und sein Freund sich durch das hier harte Leben zu schlagen. Nachdem sie für das Nötigste durch eine erfolgreiche Elchjagd gesorgt haben nehmen sie an einem Wettlauf nach einem neu entdeckten Goldfundgebiet teil, werden dabei aber ausgetrickst. Doch seine gute Beobachtungsgabe schafft ihm dann einen unerwarteten Geldsegen auf einem Roulettetisch. Mit dem gewonnen Geld können jetzt neue Unternehmungen angegangen werden.
 
  Eine der klassischen Abenteuergeschichten Londons im Alaska der Goldrauschzeit mit einem anfangs unerfahrenen aber talentierten Helden. Nicht umsonst ist er einer der Großmeister dieses Genres und er lieferte auch hier wieder ein gelungenes Buch.
  Aber seine Geschichten werden oft ab der Mitte mehr oder weniger schwächer, und das ist auch hier etwas der Fall. Irgendwie scheint er manchmal nicht recht zu wissen, was er mit dem Helden als nächstes anstellen soll und so folgen seine Abenteuer ziemlich willkürlich aufeinander. Als Erzählung mit der halben Seitenzahl wäre es genug gewesen. Das Buch bleibt aber trotzdem eine bis zum Schluß lesenswerte Abenteuergeschichte, die nicht zuletzt jugendliche Leser mit ziemlicher Sicherheit begeistern wird.

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