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Daniel Suarez
DAEMON
Die Welt ist nur ein Spiel

Rowohlt
2011
Übersetzt von Cornelia Holfelder-von der Tann
623 Seiten
ISBN-13: 978-3499256431
€ 9,99


Von Alfred Ohswald am 27.08.2011

  Die Handlung selbst ist nicht unbedingt besonders originell. Der sehr reiche und mächtige Gründer einer Softwarefirma für Online-Computerspiele stirbt nach langer Krankheit, schafft es aber mehr oder weniger in Form von gut verteilten und versteckten Computerprogramm-Teilen zu überleben. Zuerst schafft er es sehr schnell in alle Nachrichten und dann wiederum ebenso schnell, draus zu verschwinden. Aber was auch geschieht, alles scheint genau so abzulaufen, wie er es schon vor seinem Tod geplant hat.
 
  Ein Roman wie ein Drehbuch, wo sich Szenen voller gespannter Drohung mit aberwitzigen Actionszenen in geradezu rasendem Tempo abwechseln.
  Allerdings sollte man die Grundbegriffe der modernen Technik wenigstens etwas kennen, denn Suarez macht sich nicht mehr die angesichts der Häufigkeit ohnehin kaum mehr sinnvolle Mühe, Bezeichnungen und Abkürzungen aus der modernen Unterhaltungselektronik und dem Internet zu erklären. Auch wenn man die Art von Computerspielen, die von mehreren Spieler im Internet gespielt wird und die Spieler die virtuelle Umgebung aus seinem Blickwinkel wahrnimmt (First-Person-View), zumindest ein wenig kennt, wird sich einige Szenen leichter vorstellen können.
  Es ist ein in vielerlei Hinsicht recht typisch amerikanischer Thriller mit zum Heldentum neigenden Individuen, starker Skepsis gegen den Staat und etwas seltsamer Ansichten zur Demokratie. Allerdings ist er nicht so stumpfsinnig patriotisch und behandelt seine Charaktere nicht nach einem strikten Schwarz/Weiß-Muster, wie das viele amerikanische Thrillerautoren auch gerne tun.
  Das Ende bleibt ziemlich offen und so überrascht es nicht wirklich, dass es einen zweiten, abschließendem Teil gibt, der den Titel „DARKNET“ trägt.

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