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Andreas Gruber
Rachesommer

Goldmann
2011
412 Seiten
ISBN-13: 978-3442473823
€ 8,99


Von Alfred Ohswald am 30.07.2011

  In Wien stößt eine junge Anwältin eher zufällig auf einen zweifelhaften Unfall, der sich als Mordserie an etwas älteren, gutsituierten Männern entpuppt. Gleichzeitig entdeckt ein älterer Kriminalpolizist in Leipzig eine als Selbstmorde getarnte Mordserie an mehreren jungen Insassen von psychiatrischen Krankenhäusern auf.
  Beide bleiben trotz beträchtlicher Widerstände an den Fällen dran, die schließlich in Deutschland zu einem Fall mit zwei unterschiedlichen Mördern zusammenführen. Ein grausames Geheimnis aus der Vergangenheit ist für die Wurzel allen Übels.
 
  Andreas Gruber hat diesen komplex konstruierten Thriller im typisch anglo-amerikanischen Stil geschrieben. Allerdings wie die etwas realistischeren Exemplare, nicht die so häufigen Thriller mit abgrundtief bösen Monstern, a la Hannibal Lector vieler Autoren aus den USA. Grubers Täter hat zumindest zur Hälfte einen recht komplizierten aber nachvollziehbaren Hintergrund. Eine besondere psychische Krankheit spielt eine wichtige Rolle und ist auch ausgezeichnet recherchiert und dann allgemeinverständlich erklärt. Genug für das Verständnis aber auch nicht den Krimi für breit ausgewalzte Besserwissereien missbrauchend.
  Lange Zeit entwickeln sich die beiden noch völlig getrennten Handlungsfäden voran, wobei die der Roman nie unübersichtlich wird. Gerade diese flüssige Lesbarkeit zeigt Grubers Handwerkliche Stärken.
  Vielleicht kein Meilenstein unter den Thrillern wie von Dennis Lehane & Co aber hervorragende Unterhaltung und perfekte Urlaubslektüre.

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