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Claudia Rossbacher
Steirerblut

Gmeiner Verlag
2011
273 Seiten
ISBN-13: 978-3839211366
€ 9,90


Von Alfred Ohswald am 01.02.2011

  Ausgerechnet in ihrem Heimatort muss die Kriminalpolizistin Sandra Mohr wegen eines Mordes ermitteln, obwohl das so ziemlich der letzte Ort auf Erden ist, wo sie sich aufhalten möchte. Zu allem Übel scheint ihr vorgesetzter Kollege auch ein recht unsympathischer Kerl zu sein.
  Der Mord geschah an einer Journalistin, die bereits einige Skandale ans Licht gebracht hatte. Da ihre Ehe knapp vor der Scheidung stand und ihr Mann in zwielichtige Geschäfte verwickelt ist, fällt natürlich der Hauptverdacht auf ihn. Aber ausgerechnet Sandras aus tiefsten Herzen verabscheuter Halbbruder wird als erster Tatverdächtiger festgenommen.
 
  Der Krimi ist wirklich gekonnt und spannend erzählt und konstruiert. Nach klassischem Muster wendet sich das Blatt immer wieder und sowohl Ermittler als auch Leser glauben wieder einige Seiten lang, jetzt den richtigen Täter zu erahnen. Aber wie bei Agatha Christie & Co. werden beide bis zum Ende hoffnungslos in die Irre geführt.
  Fast schon etwas klischeehaft wird die Dorfbevölkerung mit ihrer meist engstirnigen Lebenseinstellungen gezeigt. Recht genial dagegen sind die beiden Hauptfiguren, das Ermittlerpaar, dargestellt. Selten werden die Schwierigkeiten der beiden Geschlechter, einander nicht ständig falsch zu verstehen, so gekonnt erzählt. Allerdings ist es dann doch etwas zu viel des Guten, wenn der Held sich in die Heldin verguckt.
  Ein ausgezeichneter Krimi, der es vielleicht nicht gerade schaffen wird, die Bestsellerlisten zu stürmen aber allemal gute und kurzweilige Unterhaltung und Spannung bietet.

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