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C. L. Moore
Der Kuß des schwarzen Gottes
(Black God's Kiss, 1934)

Übersetzt von Irene Holicki
325 Seiten


Von Alfred Ohswald am 18.03.2000

  Jirel, Herrscherin von Joiry, wurde von Guillaume und seinen Truppen geschlagen und in das Gefängnis ihrer eigenen Burg geworfen. Von Haß du Rachegedanken besessen gelingt es ihr von dort zu entkommen. In den Kellern ihrer Burg gibt es einen unheimlichen, geheimnisvollen Gang der tief in die Erde hineinführt. Einst erkundigte sie ein Stück mit einem Pater, kehrte jedoch schreckerfüllt um. Jetzt treibt sie ihr Haß wieder hinunter, um eine mächtige Waffe gegen den Eroberer zu finden. Ihr einstiger Begleiter, der Pater, warnt sie eindringlich, daß sie dort unten die Hölle selbst vorfinden würde. Sie aber ignoriert sie Warnungen und macht sich auf den Weg.
  Nach einer langen Wanderung durch unheimliche Gänge gelangt sie schließlich in eine andere, fremdartige Welt. Außer einigen rätselhaften Schrecken scheint es nicht so schlimm wie befürchtet. In der Ferne erblickt sie eine leuchtende Säule und sie macht sich auf den Weg zu ihr. Dort erwartet sie eine wirklich unheimliche Begegnung mit einer bösen Wesensheit. Von ihr bekommt sie eine mächtige Waffe geschenkt, die sie aber erst in einem dunklen Tempel holen muß. Wie viele Waffen, erweist sich auch diese als Zweischneidig.
 
  Jirel von Joiry ist die wahrscheinlich bekannteste Heldin von C. L. Moore. In dieser Geschichte, die man wohl am ehesten als dunkle Fantasy bezeichnen kann, erlebt sie die Konsequenzen von Haß und Rache. Sie beginnt als normale Heldengeschichte mit einer Hauptdarstellerin, die stark an "Red Sonja" aus dem "Conan"-Universum erinnert.
  Sobald diese sich aber in die Unterwelt begibt, ändert sich der Stil und erinnert stark an die späteren Romane Moorcocks um seinen dunklen Helden "Elric". Und die Autorin beherrscht ihr Handwerk und zieht den Leser tief in die beängstigende Atmosphäre. Weil sie die unheimlichen Dinge nicht erklärt und sie dem Leser genau so rätselhaft erscheinen läßt wie der Hauptfigur, wirkt diese auf ihn um so unheimlicher und fremdartig.

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