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Tricia Cicatrix
Endlich die Wahrheit über die Götter

Books on Demand
2009
216 Seiten
ISBN-13: 978-3-8370-6477-3
€ 11,90


Von Christian Pree am 16.04.2010

  Bibiana Epon ist Zentaurin und lebt auf der magischen Insel Noctyla. Sie ist die einzige Zentaurin weit und breit, andere scheint es nicht (mehr) zu geben. Aufgewachsen als Adoptivkind auf einem Bauernhof nahe der Stadt Positron, lebt sie das Leben eines Teenagers wie alle anderen. Naja, fast. Andere müssen beispielsweise nicht regelmäßig zum Hufschmied, sich neu beschlagen lassen. Auf Noctila gibt es viele Religionen, in der Stadt Positron ist der Serpigionismus vorherrschend. Er basiert - wie auch der Noxianismus in der Nachbarstadt Thanaton - auf dem Tentarismus. Daher sind sich die beiden Städte und deren Bewohner nicht immer freundlich gesonnen. Bibiana findet nun heraus, daß es in Thanaton angeblich Informationen über andere Zentauren gibt, und beschließt, dorthin zu reisen. Noxane ist die Göttin des Dunklen, des Traurigen etc. - ihre Anhänger sowie die ganze Stadt haben daher gewisse Eigenheiten.
 Aber Bibiana gewöhnt sich dran, findet Unterkunft und Arbeit, schließt
 Bekanntschaften.
  Währenddessen beschließen die beiden Städte, ihre religiösen Differenzen ein für allemal zu klären, indem sie den jeweiligen Gott beschwören, und die beiden Götter sollen es dann direkt gegeneinander auskämpfen. Nur gibt es da auch noch eine dritte Partei, einen Geheimbund, und Bibiana spielt in dessen Plänen eine wesentliche Rolle...
 
  Die grundlegenden Muster sind nicht unbedingt neu, weder daß die letzte ihrer Art auf die Suche geht, ob es nicht doch noch andere gibt, noch daß es einen Wettstreit der Religionen gibt. Es sind die Details innerhalb des Rahmens, die ich nett gefunden habe - die Religionen an sich, ihre absurden und doch auf der gewählten Basis logischen Glaubenskonstrukte und die Konsequenzen für die Menschen, die sich daraus ergeben. Etwa daß es in Positron, der Stadt des positiven Gottes Serpigio, extra den Beruf des Aufmunterers gibt, weil traurig sein darf man dort nicht.
  Generell bietet sich einiges an Gelegenheit für Situations- und Dialogkomik, und die Autorin nützt diese Gelegenheiten. Weiters finde ich positiv, daß es einmal nicht um die Rettung der Welt geht, kein böser Zauberer die Weltherrschaft an sich reißen will, kein Dämonenheer droht, die Menschheit zu vernichten etc. Nein, zwei Städte wollen ihren aus dem gemeinsamen Ursprung herrührenden Konflikt lösen, indem sie es die Verantwortlichen austragen lassen (anstatt sich gegenseitig zu massakrieren), eine Zentaurin sucht nach ihrer Herkunft, und beide Themen ergänzen sich und kulminieren beim Kampf der Götter.
 
  Das Buch bietet nette und amüsante Unterhaltung.

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