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Bebende Erde
Hrsg. von der Buchredaktion der National Geographic Society

Steiger
1997
288 Seiten
öS 364,-


Von Erich Snobr

  Seien es Erdbeben, Vulkanausbrüche, Überschwemmungen, Orkane oder gar eine Mischung aus mehreren dieser Naturkatastrophen, die sieben Autoren des Buches geben sich redlich Mühe, ein möglichst vollständiges Spektrum der die Menschheit bedrohenden tektonischen und klimatischen Phänomene vor uns auszubreiten. Nach einem einführenden Abschnitt Über die Vielzahl der zu beobachtenden Naturgewalten werden in Folge die Risikofaktoren wie Überschwemmung, Sturm, Gewitter, Vulkanismus und Erdbeben besprochen.
  Die Texte sind zum Teil etwas kolportagenhaft abgefaßt, brillieren jedoch stets durch leichte Lesbarkeit und fundiertes Fachwissen. Irritierend sind einige Zahlenkonfusionen. Ein ganz großes Plus des Buches stellen die ausgezeichneten, Äußerst instruktiven Schaubilder und die beeindruckenden Naturfotografien dar.

Von Sabine Spillmann am 16.03.2001

  Das Buch "Bebende Erde" finde ich recht interessant und sehr anschaulich erklärt. Unter "Erdbeben/Messmethoden" (S. 156) steht allerdings geschrieben, dass z. B. ein Erdbeben der Stärke 6,0 (Richterskala) "schlicht" länger andauert als ein Beben der Stärke 4,0. Dies kann man aber überhaupt verallgemeinern, ganz im Gegenteil! Das "Kobe-Beben" mit einer
 Magnitudenstärke (Richterskala) von über 6 dauerte nur etwa 20 sec. Genauso lange - und keine Sekunde weniger - dauerte beispielsweise ein Beben der Stärke 3,9 im deutschsprachigen Raum an!!! Die Dauer dürfte demnach weitgehend unabhängig von der Stärke sein (das Beben vom 13.04.92 in der Niederrheinischen Bucht dauerte mit einer Magnitudenstärke von 5,9 - 6,0 nur ganze 15 sec!).
  Natürlich bedeutet die etwa 32-fach freigesetzte Energie eines um "1" stärkeren Bebens (z. B. 6,0 im Vergleich zu 5,0) nicht, dass es "Ihr Haus tausendmal heftiger erschüttern" wird; denn die Bodenbewegung - und nicht etwa die Verformungsenergie - ist "nur" um ein etwa 10-faches höher. Dies ist auch die schlichte Erklärung dafür, dass die Erschütterungen nicht auch um ein 32-faches höher liegen.

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