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Stefan Wolf
Fieser Trick beim Finale
TKKG Folge 148

Sony BMG Music
2005
ISBN-13: 978-3866290440
€ 7,50


Von Andreas Rüdig am 14.07.2009

  „Bei einem einzigartigen Fußballturnier ermitteln Oberschulen und Gymnasien, welche der Schülermannschaften die Beste ist. Auch die schlauen Köpfe dürfen mitmachen, denn zu jedem Spiel gehört ein Quiz-Wettbewerb unter den jeweiligen Gegnern. Tim ist die Stütze der Internatsmannschaft. Karl vertritt die Schule als Quizkandidat. Gaby und Klößchen glänzen als Radioreporter. Doch dann geschieht das Unfaßbare: ein Einbruch ohne Spuren, eine hinterhältige Mannschaft und eine geplante Erpressung greifen ineinander,“ berichtet die Inhaltsangabe.
 
  „Rolf Kalmuczak (* 17. April 1938 in Nordhausen / Harz, verstorben am 10. März 2007 in Garmisch-Patenkirchen) war einer der erfolgreichsten deutschen Schriftsteller und verfaßte unter mehr als 100 Pseudonymen Drehbücher, diverse Jugendbücher, Illustriertenromane und Hörspiele.
 Kalmuczak war Redakteur bei Tageszeitungen, freier Mitarbeiter beim Stern und Quick, Lektor und einer der Autoren der Jerry-Cotton-Reihe. Bekannt wurde er vor allem als `Stefan Wolf´ mit der TKKG – Buchreihe. Die Gesamtauflage TKKG-Bücher beläuft sich Presseberichten zufolge auf 14 Millionen. Von den TKKG-Hörspielen gingen insgesamt fast 30 Millionen Kassetten und CDs über den Ladentisch. Kalmuczak besuchte in seiner Jugend selbst das Internatsgymnasium Pädagogium Bad Sachsa. Die Schauplätze der Serie sind zum Teil in Bad Sachsa und Umgebung zu finden. Zusammen mit seiner Frau Inka-Maria schrieb Kalmuczak auch das Drehbuch zum ersten TKKG-Kinofilm `Drachenauge´. In einem Interview bezeichnete er sie als seine beste Lektorin.
  Kalmuczaks erster Cotton-Roman erschien im Jahr 1962 als Band 237 unter dem Titel `Der Hehler, der den Tod verkauft´. Über 50 Heftromane und an die 20 Taschenbücher mit dem Serienhelden Jerry Cotton gehen laut Verlagsangaben auf sein Konto. Sein letzter Cotton erschien Anfang der 1980er Jahre. Seit 1966 hat Kalmuczak unter Benutzung von mehr als 100 Pseudonymen insgesamt 160 Jugendbücher sowie 2.700 Kriminalgeschichten für Illustrierte, 36 Drehbücher, 170 Taschenbuchkrimis, 200 Heftromane und einige Hörspiele geschrieben. Sieben Jahre lang stand er auf Grund dieser Vielschreiber-Leistung im Guiness-Buch der Rekorde.
  Auf einer Idee von Kalmuczak beruhte auch die seinerzeit recht erfolgreiche ZDF-Vorabendkrimiserie Cliff Dexter mit Hans von Borsody in der Titelrolle, von der zwischen 1966 und 1968 insgesamt 26 Episoden ausgestrahlt wurden.
 Rolf Kalmuczak starb am 10. März 2007 nach langer schwerer Krankheit im Alter von 68 Jahren. Zuletzt lebte er in einem Bauernhaus in Garmisch-Patenkirchen. Er war verheiratet und hatte eine Tochter,“ stellt die Internetenzyklopädie Wikipedia Stefan Wolf vor.
 
  „Europa (eigene Schreibweise: EUROPA) ist ein Label, unter dem das Quickborner Unternehmen Miller International Schallplatten GmbH seit 1965 sehr erfolgreich Lesungen von Märchen und Hörspiele für Kinder und Jugendliche produzierte und auch veröffentlichte. Europa ist heute Teil des Unternehmensbereichs Family Entertainment von Sony BMG.
  Im Jahre 1961 gründete der US-Amerikaner David L. Miller zusammen mit Prof. Andreas Beurmann und Dr. Wilhelm Wille in Hamburg die Miller International Schallplatten GmbH. Miller hatte 1957 das Orchester 101 Strings mit Musikern der Hamburgischen Staatsoper und der Hamburger Symphoniker geschaffen. Dieses spielte Unterhaltungsmusik, Tanzmusik, Evergreens und volkstümliche Musik auf Schallplatten ein, die auf dem US-amerikanischen Markt zu einem äußerst günstigen Preis vertrieben wurden. Das Konzept war sehr erfolgreich. Miller wollte mit der Gründung von Miller International zusätzlich den deutschen Markt erreichen. Zu Beginn wurden neben den Musikalben auch erste Märchenlesungen unter Millers Label Somerset vertrieben.
  Ab 1965 verkaufte Miller International in Deutschland unter dem neuen Label Europa seine Schallplatten für den Einheitspreis von fünf Mark und unterbot die zu diesem Zeitpunkt üblichen Preise von zwölf bis 25 Mark für vergleichbare Produktionen erheblich. Aufgrund des dadurch eintretenden Erfolgs wuchs der Unternehmen und der Firmensitz wurde von Hamburg in ein größeres Gebäude in der nahegelegenen Gemeinde Quickborn verlegt. 1966 wurde die EUROPA Kinderserie eingerichtet. Anfangs hielt sich der Erfolg der darin veröffentlichten Märchenlesungen und Abenteuerhörspiele noch in Grenzen, da sie für die Kinder und Eltern der damaligen Zeit eine Neuheit darstellten. Sie wurden etwa als elektronische Großmutter verspottet. Erster offizieller Titel der Serie ist Struwwelpeter, gelesen von Hans Paetsch.
  Die Hörspielproduktion von EUROPA in den Jahren von 1966 bis 1973 wurde von drei Regisseuren geprägt.
  Die damalige Lebensgefährtin von Mitbegründer Prof. Andreas Beurmann, Sieglinde Dziallas, führte von 1966 bis 1968 unter dem Pseudonym, Claudius Brac Regie. Beurmann konnte immer Laufe der Zeit immer mehr Hamburger Bühnenschauspieler für die Hörspiele gewinnen. So waren in den ersten Jahren Schauspieler wie Hans Paetsch, Benno Gellenbeck, Peter Folken, Horst Fleck und Marga Maasberg zu hören. Dziallas und Beurmann nahmen auch die Bearbeitungen der Buchvorlagen vor.
  1968 starb Dziallas überraschend und Beurmann zog sich vorerst aus der aktiven Hörspielproduktion zurück. Konrad Halver übernahm die Regie und Vorlagenbearbeitung. Unter seiner Ägide wurden neben eine Hörspielfassung der Winnetour-Serie mit ihm selbst in der Hauptrolle etwa 75 Hörspiele produziert und veröffentlicht. Die spätere Hauptregisseurin Heikedine Körting begann unter Konrad Halver mit der Serie Hui Buh, das Schloßgespenst ihre Karriere bei EUROPA. Konrad Halver verließ EUROPA im Jahr 1972.
  Konrad Halvers Nachfolgerin auf dem Regiestuhl war Dagmar von Kurmin. In der kurzen Zeit ihrer Regie bis 1973 erschienen 15 Hörspiele, darunter einige weitere Karl-May-Vertonungen und eine Hörspiel-Fassung von Moby Dick.
  Im Jahre 1973 übernahm Heikedine Körting, die neue Lebensgefährtin von Andreas Beurmann, nach ihrem Einstand 1969 die nahezu alleinige Regie bei den EUROPA-Hörspielen und ist bis heute in dieser Position. Bis 1985 erschienen unter ihrer Leitung 1.200 Hörspiele. Ihre Produktionen erhielten zahlreiche Goldene und Platin-Schallplatten. Nach Körtings Übernahme des Regiestuhls überflügelten die Hörspiele in ihrer wirtschaftlichen Bedeutung für das Unternehmen die Musikproduktionen endgültig. 1974 mußte aufgrund der ersten Ölkrise erstmals der Einheitspreis der Produktionen von fünf auf sechs Mark erhöht werden. Einen großen Anteil am Erfolg der EUROPA-Hörspiele in den 1970er bis 1980er Jahren hatten auch die vielen Hörspielskripte und Vorlagenbearbeitungen von H. G. Francis.
  Douglas Welbat, Katja Brügger und Bertram von Boxberg waren für die Drehbücher der umstrittenen und dennoch (oder gerade deswegen) erfolgreichen Serien Macabros und Larry Brent verantwortlich. Welbat führte bei diesen zur damaligen Zeit einzigartigen Horror-Thriller-Hörspielen unter dem Pseudonym Charly Graul die Regie und übernahm in Macabros auch die Hauptrolle.
  Ein weiterer Erfolgsgarant war die Musik von Carsten Bohn. Aufgrund von Streitigkeiten über gezahlte bzw. nicht gezahlte Tantiemen kam es zu einem Rechtsstreit zwischen Bahn und Europa, der bis heute andauert. Als Folge dieses Rechtsstreits dürfen seit 1986 dessen Kompositionen nicht mehr in den Hörspielen verwendet werden. Daher erfreuen sich alte Ausgaben der Europa-Hörspielserie mit der Originalmusik von Bahn eines gewissen Liebhaberwerts.
  Ab dem Ende der 1980er Jahre geriet die Hörspielproduktion wegen schlechter Verkaufszahlen ins Stocken. Hauptgrund war eine Interessenverschiebung der Kinder und Jugendlichen – Computerspiele rückten immer mehr in den Vordergrund. Anfang der 1990er Jahre wurden praktisch nur noch Die drei ??? und TKKG-Hörspiele produziert.
  Ab Ende der 1990er Jahre erlebten die Hörspiele eine Renaissance. Durch das aufkommende Internet konnten die `Hörer von damals´ sich austauschen und das Interesse an alten Hörspielen und Neuproduktionen stieg stark an. Ein Zeugnis dafür war auch die immense Anzahl von Kassetten und Langspielplatten, die auf Trödelmärkten angeboten wurden. Die zumeist hohen Preise ermöglichten einen erneuten Hörspielboom. Am dem Jahre 1999 legte EUROPA die alten Hörspiele unter dem Motto Rückkehr der Klassiker mit Erfolg neu auf. Bei der Neuauflage dieser `Klassiker´-Hörspiele wurden jedoch sämtliche Titel- bzw. Zwischenmusiken von Carsten Bohn komplett durch neue Musik von anderen Musikern ersetzt. Dies stieß jedoch bei vielen Fans auf Ablehnung, da eine besondere dramaturgische Atmosphäre, die die Musik von Bohn in den Hörspielen ausmachte, nun fehlte. Viele der alten Fans kannten diese Klassiker-Hörspiele, in Verbindung mit der Musik von Carsten Bahn, schon seit ihrer Kindheit.
  Zusätzlich gab es ein großes Interesse an der Serie Die drei ???, dem Flagschiff des Labels. Neue Serien wurden allerdings nur für die ganz jungen Hörer produziert.
  EUROPA brachte im Oktober 2005 nach längerer Zeit wieder eine neue Serie auf den Markt. Die Serie Teufelskicker startete mit drei Folgen als offizielles Lizenzprodukt zur Fußballweltmeisterschaft 2006, dem weitere drei folgten. Die Hörspiele werden nach Vorlage der gleichnamigen Bücher von Frauke Nahrgang produziert.
  Aufgrund eines Lizenzstreits mit Franckh-Kosmos, dem Verlag der Die drei ???-Bücher, wurde die erfolgreiche Hörspielserie im November 2006 von Die Dr3i abgelöst. Erst nach jahrelangem Rechtsstreit wird seit dem 4. April 2005 die Serie Die drei ??? wieder fortgesetzt und die Serie Die Dr3i eingestellt,“ stellt Wikipedia das Europa – Label vor.
  TKKG müssen sich hier um Wettbetrug kümmern. Jemand versucht, ein Turnier von Fußball-Schülermannschaften zu manipulieren. Wie gewohnt gelingt es den Jugendlichen, den Fall aufzuklären. „Fair Play“ lautet die zentrale Botschaft dieses Hörbuchs, das sein Thema passend zur Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland 2006 wählte. Vernachlässigt man diesen tagesaktuellen Bezug, liegt hier gute Unterhaltung ganz im Stile von TKKG vor. Wer TKKG mag, wird auch diese Geschichte schätzen.

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