Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
Peter Kemper/Thomas Langhoff/Ulrich Sonnenschein (Hrsg.)
"but I like it"
Jugendkultur und Popmusik

Reclam
1998
DM 18,-


Von Martin Klinkhardt

  Jugendkultur ist ein Begriff, der dehnbarer ist als eine ganze Gummibandfabrik. Als Thema gehört sie in die Mehrzahl gesetzt. Desgleichen Popmusik? Lieber Leser, ich bitte Dich: Hat es denn jemals die Popmusik gegeben? Waren das nicht immer merkwürdige Richtungen wie Ska, NDW, Rap etc.p.p.?
  Einen großen Pluspunkt haben die Herausgeber dieses Readers (hmmmm.... Anthologie ist ein wenig zu hoch gegriffen. Welcher deutsche Ausdruck bietet sich an, der ungefähr dazwischen liegt?) bei mir bekommen, weil die eben diesen Umstand glattweg einräumen, mehr noch: ihn thematisieren.
  In sieben - mehr oder minder "poppig" betitelten - Teilen ("Macht kaputt, was euch kaputt macht" oder "Völker, leert die Regale!") kommen jeweils sechs bis elf Menschen zum Thema zu Wort. Was können sie leisten? Sie schildern, wie sie eine bestimmte Phase der Popkultur erlebt haben, Woodstock beispielsweise, die Rave"generation" oder die Punkphase. Manches kollidiert dabei mit unserer heutigen Sicht, entlarvt sie mitunter als romantisiert (wonach roch wohl der Woodstockhügel, hm?) oder teilt uns hübsche Anekdoten am Rande mit.
  So wird in einem Aufsatz "Die Zeit" von 1958 zitiert: "Rock'n'Roll ist eine Epidemie, die man als Tanzwut bezeichnen kann ...
  Der große Arzt Paracelsus empfahl gegen die zu seiner Zeit auftretenden Fälle von Massen-Tanzhysterie folgende Gegenmaßnahmen: 'Isolierung der Tanzwütigen, wodurch die Sache ihre Suggestionskraft verliert.' Weiter empfahl er die Anwendung von Prügeln und Güssen mit kaltem Wasser."

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.