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Wonderwall
Welt voller Wunder
(1968)

www.e-m-s.de
2008
€ 10,99


Von Alemanno Partenopeo am 06.08.2008

  “Because maybe/you're gonna be the one that saves me/and after all/you're my wonderwall”, heißt es in dem gleichnamigen Lied der Britrockgruppe Oasis und wen der Titel dieses Films an diesen Text erinnert, der liegt gar nicht ganz so falsch. Tatsächlich geht es nämlich auch in dem Film um eine Wunderwand, hinter der sich einiges abspielt. Der verrückte und versponnene Professor gespielt von Jack MacGowran entdeckt hinter einem alten Wandgemälde ein Loch in der Wand und muss feststellen, dass sich in dem angrenzenden Apartment Blumenkinder ein Stelldichein geben. Immer dann, wenn die Musik ertönt, treffen sie sich zu rauschenden Festen und der Professor lugt wie ein Voyeur durch das eine Loch in der Wand, das ihm bald nicht mehr genügt. Der „weise Mann“ hört bald auf in seinen Büchern zu studieren, vertreibt seine Haushälterin und widmet sich ausschließlich nur mehr seiner neuen Materie, dem jungen Mädchen, das er auf der anderen Seite der Wand in allen emotionalen Verzückungen beobachten kann.
 
  Die 40th Anniversary Edition dieses Filmes macht klar, dass was damals als progressiv galt heute unter schmuddlig abgelegt werden könnte. Die verstaubte, englische Atmosphäre wird durch Jane Birkin kontrastiert, die schon in Antonionis „Blow Up“ für Aufsehen gesorgt hatte und spätestens durch „Je t`aime...mois non plus“ wohl weltbekannt geworden ist. Aber sie begeisterte auch in vielen anderen Filmen, wie etwa „Die schöne Querulantin“ oder „Die Zeit der Jugend“ und zuletzt, 2006, in „Im Banne der Südsee“. John Barry, Serge Gainsbourg und Jacques Doillon schenkte sie jeweils ein Kind und natürlich auch ihre künstlerische Kooperation. John Joseph (Jack) MacGowarn wiederum wurde vor allem als Nebendarsteller bekannt, etwa in „Der Exorzist“ (1973), „Doktor Schiwago“ (1965) oder dem unvergesslichen „Tanz der Vampire“ (1967), indem er seine humoristische Seite als „Professor Abronsius“ voll ausleben konnte. George Harrison war der erste der vier Beatles der mit „Wonderwall“ ein Soloprojekt aufnahm und vor allem für die orientalischen Einflüsse auf die Musik der vier Liverpooler verantwortlich zeichnete, davon zeugen auch seine späteren Soloalben und die Zusammenarbeit mit Ravi Shankar.
 
  Der Film ist deutsch oder englisch/deutsche Untertitel verfügbar und im Widescreen amoprh 1.85:1 Bildformat abgespeichert.

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