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Megabox Französisch
Lernen, üben und nachschlagen für Anfänger und Wiedereinsteiger

Langenscheidt
2008
€ 99,-


Von Alemanno Partenopeo am 01.05.2008

  Erst dachte ich es sei Weihnachten, und dann merkte ich, dass Ostern eben erst vorbei war, als dieses Paket vor meiner Tür lag. Es ist tatsächlich ein unbergbarer Schatz, diese „Megabox“ und weder die Bezeichnung noch ich übertreiben jetzt. Im Format 9x30x22 cm kommt eine mit Eiffelturm auch ästhetisch schön gestaltete Box in ihr Haus, in dem Sie nicht nur ein Lehrbuch mit 240 Seiten, sondern auch noch ein Begleitbuch (96 Seiten), einen Lektionswortschatz (40 Seiten), acht Audio-CDs, 2 CD-ROMs, eine Grammatik mit 112 Seiten, einen Lektüre-Roman (bezeichnender Titel: „Mort a la Tour Eiffel“) mit 40 Seiten und als absolute Krönung sogar noch ein Wörterbuch mit 672 Seiten!
 
  Sie können mit diesem Sprachkurs Schritt für Schritt die wichtigsten Kenntnisse für die Alltagskommunikation erwerben, zahlreiche Übungen im Buch sowie Grammatik- und Vokabeltrainer auf CD-ROM anhören, unterwegs lernen mit einer amüsanten Reisegeschichte auf 2 Audio-CDs, die Kurzgrammatik für den schnellen Überblick nachschlagen und das Wörterbuch mit über 40.000 Stichwörtern und Wendungen zum Lernen benutzen. Ein Abschlusstest ist der Megabox beigelegt, das Sie nach Beenden aller Lektionen ausfüllen und einschicken können und dafür danach ein Langenscheidt-Zertifikat über ihren Test erhalten.
 
  In den folgenden Zeilen möchte ich ein paar persönliche Eindrücke zu den Leistungen dieses Sprachkurses wiedergeben. Widmen wir uns zuerst der „Kurzgrammatik Französisch“, die dieser Megabox beigelegt ist. Es werden hier nicht nur die wichtigsten Regeln auf dem Niveau A1-B2 wiedergegeben, sondern es kann auch ein Test zu jedem Kapitel der Grammatik gemacht werden, was den Lernerfolg unglaublich erhöht. Auch die einleitenden Lerntipps möchte ich hier gerne weitergeben: „Lernen ist wie Joggen: Laufen Sie sich warm mit Altbekanntem, bevor Sie sich an Neues wagen!“ Das sollte man tatsächlich beherzigen, sonst verliert man schnell die Freude an der Sache. Die Grammatik ist schließlich nur das Salz in der Suppe: zu viel ist ungesund oder verdirbt den Appetit!
 
  Also auf zu den Lektionen des Kursbuches! In den 18 Lektionen lernen Sie nicht nur zu Träumen (auf Französisch natürlich: Rever un peau), sondern auch die weite Welt der Frankophonie kennen. Immerhin ist Französisch noch in drei anderen Ländern Muttersprache (Antillen, Quebec, Guyana), in Vietnam, Schweiz, Belgien und Senegal Amtssprache und in vielen anderen Ländern erste Fremdsprache in der Schule. Wer einmal in Afrika unterwegs war, wird froh sein, ein paar Brocken Französisch mitgebracht zu haben, denn das hilft weiter, als das Englische, viel weiter! Eine andere Lektion widmet sich auch der 68er Generation und natürlich vielen anderen authentischen Situationen im Cafè, beim Sport, bei der arbeit oder Sie lernen etwas über die Pariser Mode. Die Lektionen werden natürlich mit Hörbeispielen begleitet, damit Sie auch die richtige Aussprache gleich mitlernen. In den zwei dazugehörigen Begleitbüchern finden Sie die Lösungen zu den Aufgaben des Kursbuches sowie den Wortschatz der einzelnen Lektionen nochmals aufgelistet, sowie eine zusätzliche Grammatik zum Nachschlagen analog der 18 Lektionen.
 
  Das beigelegte Wörterbuch (ebenfalls neubearbeitet, 2008) ist natürlich in beide Sprachrichtungen nachschlagbar und enthält im Appendix noch einen Grammatikteil, sowie Briefvorlagen u. ä.
  Der kleine Roman „Mort a la Tour Eiffel“ trägt auf der Titelseite die Bezeichnung „ab A2“, auf der ersten Umschlagseite jedoch die Eintragung „Niveau A1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens“. Meines Erachtens ist die erste Einstufung treffender, denn einige Wendungen sind doch noch schwer verständlich für Anfänger. Der Text ist mit Zeichnungen von Paris versehen und auch mit einigen Anmerkungen zum verwendeten Vokabular anschließend gibt es noch einen kleinen Verständnistest zur Handlung und verwendeten Grammatik. Aufgabe 12 (« Vous etes journaliste. Ecrivez un article sur ce qui s`est passé au bord de la Seine ») habe ich leider nicht geschafft. Und vor allem: wer würde mir das korrigieren? Aber trotzdem natürlich eine sehr nette Idee.
  Sollten Sie diesen Sommer also noch nichts vorhaben, wie wäre es mit diesem Französisch-Kurs? Sie brauchten dafür nicht einmal nach Frankreich zu verreisen, vielleicht sogar besser, erst nach dem Kurs zu verreisen. So sparen Sie in der Nachsaison, im September, viel Geld und können sich für die einzelnen Lektionen motivieren, denn als Preis winkt ein Wochenende in Paris. Was meinen Sie? Könnte man so den inneren Schweinehund überwinden und die Faulheit besiegen? Ich denke, ich probiere das jetzt einmal aus. In der restlichen Freizeit könnte ich ja noch die Erzählungen von Sartre lesen, bitte sehen Sie auch die Rezension dazu auf dieser Buchseite. Ein französischer Sommer mitten in Deutschland. Oder wo immer Sie eben leben. Am besten Sie schreiben mir nach dem Sommer auf Französisch wie es gelaufen ist, viel Vergnügen!

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