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R. Scott Bakker
Schattenfall
Der Krieg der Propheten 1
(The Darkness that Comes Before, 2003)

Klett-Cotta
2006
Übersetzt von Andreas Heckmann
656 Seiten
€ 24,50


Von Alfred Ohswald am 03.04.2008

  R. Scott Bakkers Fantasy-Trilogie dreht sich - grob zusammengefasst – um einen heiligen Krieg, einen Kreuzzug, in dem verschiedene Seiten ihre Interessen verfolgen. Schlussendlich gelingt es aber einem Angehörigen eines alten Ordens mit schier übermenschlichen Fähigkeiten, sich als Prophet an die Spitze dieses Kreuzzugs zu setzen.
  Als Vorbild sind eindeutig die mittelalterlichen Kreuzzüge zur Befreiung Jerusalems erkennbar. Allerdings muss man Bakker unumwunden zugestehen, dass es ihm großartig gelungen ist, eine ganz eigene Welt zu schaffen und nicht bloß eine simple Kopie der mittelalterlichen Welt zu beschreiben.
  Seine wirkliche Stärke sind allerdings seine Charaktere. Vielschichtig und in ihrer Widersprüchlichkeit beschrieben, sind bei ihm selbst die Hauptfiguren spannende Figuren, die sich durchaus im Laufe der Handlung verändern.
  Sein von ihm in den Danksagungen angeführtes Vorbild Steven Erikson ist auch zweifelsfrei erkennbar. Besonders in den leicht ausufernden Schlachtenbeschreibungen, bei denen die Leser schon durchaus Gefahr laufen, etwas den Überblick zu verlieren.
  Das Ende kommt etwas abrupt und beantwortet nicht alle aufgeworfenen Fragen wirklich befriedigend. So ausgiebig sonst alle Aspekte ausgeleuchtet werden, so überstürzt kommt das Ende. Es drängt sich der Eindruck auf, der Autor musste wegen Zeitdrucks oder aus einem anderen Grund schnell zu einem Abschluss kommen.
  Bakker kann sich also in den Reihen der modernen Fantasy-Autoren absolut behaupten. Wer George R. R. Martin, Steven Erikson & Co. gerne liest, liegt auch bei ihm richtig. Vielleicht erreicht er noch nicht ganz deren Qualitäten aber besonders viel trennt ihn davon nicht mehr.

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