Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
Pierre Emme
Ballsaison
Palinskis siebter Fall

Gmeiner Verlag
2008
329 Seiten
€ 9,90


Von Alfred Ohswald am 13.03.2008

  Als ein Schiedsrichter im Zug ermordet wird, sorgt das kurz vor der Fußball-EM in Österreich und der Schweiz für beträchtliche Aufregung. Hatte er doch angeblich Kenntnisse von Ungereimtheiten bei dem bevorstehenden Großereignis. Fast zeitgleich passiert in der Nähe des Quartiers der deutschen Mannschaft in der Nähe Wiens ebenfalls ein Mord. Und nach einiger Zeit stellt sich heraus, dass die beiden Fälle etwas miteinander zu tun haben, allerdings nicht im erwarteten Sinn.
  Palinski wird etwa zur selben Zeit Zeuge eines tödlichen Unfalls, bei dem er von einem geplanten Attentat erfährt. Es gelingt ihm jedoch nicht, jemand Vertrauenswürdigen zu finden, dem er sich mitteilen kann und so plant er eine reichlich unorthodoxe Vorgangsweise, um das Attentat zu verhindern.
  Palinskis Sohn Harry wird wiederum Zeuge eines seltsamen Vorfalls mit Kindern und Gummistiefeln und gerät sogar kurzeitig als Geißel in Gefangenschaft. Auch dieser skurrile Vorfall läuft auf ein Attentat hinaus…
  Und dann scheint auch noch die Tochter des deutschen Tormanns entführt worden zu sein…
 
  Wie man schon an der Inhaltbeschreibung sehen kann, hat der Autor dieses Mal deutlich mehr als die für einen Palinski sonst typischen zwei Kriminalfälle in seinen Roman gepackt. Recht passend zum Tohuwabohu dieses Großereignisses geht es auch im „Krimi zur EM 2008“ entsprechend drunter und drüber. So ziemlich alle Figuren rund um die Hauptfigur haben damit ihre Betätigungsfelder. Palinski ist darum hier nur einer der Ermittler und steht nicht einmal besonders im Zentrum.
  Über sein schon gewohnt gekonntes Handwerk ist der Autor deshalb bei diesem Roman besonders dafür zu loben, dass es ihm gelungen ist, diese zahlreichen Handlungsstränge so geschickt zu erzählen, dass die Leser nie Gefahr laufen, den Faden, oder besser die Fäden zu verlieren.
  Bleibt den österreichischen Fußballfans nur zu wünschen, dass das Spiel in der Realität ebenso endet, wie hier vorweggenommen beschrieben.

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.