Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
Rudolf Kloiber / Wulf Konold / Robert Maschka
Das Handbuch der Oper

dtv
2007
930 Seiten
€ 20,-


Von Alemanno Partenopeo am 18.02.2008

  „`La Boheme´ ist zweifellos das bedeutendste Werk nicht nur Puccinis, sondern der italienischen Oper überhaupt seit Verdi“, steht am Beginn des Absatzes zur „Stilistischen Stellung“ der Beschreibung der wohl berühmtesten Oper in vorliegendem „Handbuch der Oper“. Nachdem zunächst die Handlung erzählt wurde, widmen sich die Autoren in der Folge auch der „Textdichtung“ und dem „Geschichtlichen“. Auf ca. drei Seiten werden so die wichtigsten Angaben und Erklärungen zu Puccinis Werk gegeben, was angesichts der Fülle des anderen bearbeiteten Materials als sehr ausführlich zu bewerten ist. Darüber hinaus werden natürlich auch die anderen Opern Puccinis in ähnlichem Ausmaße gewürdigt.
 
  Doch zurück zu „Boheme“: dem Urheber werden teils autobiographische Motive unterstellt, teils eine ebensolche authentische Umsetzung. Bei der Verdichtung des ursprünglichen Stoffes eines Romanes von Murger verschleißte Puccini immerhin drei Librettisten, bis er endlich mit der Bearbeitung zufrieden war. Die Dramatisierung von Mimi und Francine zu einem „Ideal“, machte sicherlich Teil des Erfolges der Mimifigur aus. Auch wenn die Oper, die erstmals am 1. Februar 1896 im Turiner Teatro Regio aufgeführt wurde, keinesfalls freundlich aufgenommen wurde. Die Kritik lehnte die „Boheme“ auch in Rom ab, erst eine Aufführung in Palermo im April desselben Jahres zeitigte endlich den verdienten Erfolg und nicht endenwollenden Applaus und von da an wurde die Oper immer wieder mit Giacomo Puccini assoziiert und macht bis heute seinen Weltruhm aus.
 
  Diese Informationen können Sie zu fast jeder bekannteren Oper in vorliegendem Handbuch der Oper finden, ich wollte Ihnen nur ein Beispiel anhand meiner Lieblingsoper geben.
 
  Die überarbeitete Neuausgabe dieses Opernklassikers in der Taschenbuchausgabe führt sie von den Barockopern über „wieder entdeckte“ Opern von Schubert, Rossini, Catalani oder Berlioz bis hin zu den Hauptwerken des 20. Jahrhunderts. Insgesamt wurden 325 Opern vom Barock bis zur Moderne aufgenommen. Die Werkbeschreibungen sind nach den Komponisten geordnet und informieren über Handlung, Musik, Text, Entstehung und Rezeptionsgeschichte. Im Anhang finden Sie weitere Literaturhinweise und drei Register geordnet nach Titeln, Komponisten und Librettisten.
 
  Rudolf Kloiber wirkte als Opern- und Konzertdirigent im In- und Ausland. Wulf Konold ist Generalintendant des Nürnberger Operhauses. Robert Maschka ist Musikschriftsteller und –kritiker.

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.