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Andreas Gruber
Schwarze Dame

Festa
2007
272 Seiten
€ 19,95


Von Alfred Ohswald am 15.01.2008

  Bei einem Museumsbrand in Prag werden eine Reihe wertvoller Gemälde zerstört. Eine Versicherung in Wien hatte einige davon versichert und schickte eine Versicherungsdetektivin nach Prag, um den Fall zu überprüfen. Doch diese Detektivin verschwindet spurlos. Daraufhin wird der frei Versicherungsdetektiv Peter Hogart engagiert, um nach dem Rechten zu sehen.
  Hogart hat nur wenig Zeit und tritt deshalb ziemlich forsch auf, womit er sich gleich Anfangs nicht nur Freunde macht. Glücklicherweise trifft er auf eine junge tschechische Detektivin, die ihm bei seinem Fall behilflich ist. Aber er wird auch in ihren Fall reingezogen, einer unheimlichen, rätselhaften Mordserie. Die Opfer werden mit abgeschnittenen Kopf und Händen auf verschiedenen Plätzen mit zwei in die Brust geschnittenen Buchstaben aufgefunden. Bald ist Hogart mehr mit den Mordfällen, als mit seinem ursprünglichen Fall beschäftigt. Und es kommt bald der Verdacht auf, dass es zwischen den beiden Fällen eine Verbindung gibt.
  Ein alter Stummfilm, eine Schachpartie und ein dunkles Familiengeheimnis führen das Ermittlerpaar auf die richtige Spur.
 
  Im Gegensatz zu seinem letzten Roman „Der Judas Schrein“ ist „Schwarze Dame“ ein Thriller, der völlig ohne übernatürliche Phänomene auskommt. Im Gegensatz zu zahllosen amerikanischen Thrillern mit Serienmördern, wo diese geradezu als lupenreine Ausgeburt des Bösen dargestellt werden, zeichnet Andreas Gruber ein durchaus differenziertes Bild des Täters, ohne in allerdings bis ins Bodenlose psychologisch zu durchleuchten. Den sonst beliebten Kunstgriff, Teile der Handlung auch aus der Sicht des Täters zu beschreiben, findet man bei ihm nicht.
  Überhaupt bleibt er trotz komplexer Handlung und einiger durchaus nicht eindimensionaler Charaktere immer bemerkenswert geradlinig. Nirgends drohen sich die Leser in ausufernden Abschweifungen zu verlieren, was der Spannung sehr nützlich ist und den Roman zu einem „Pageturner“ macht.

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