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Osman Engin
Tote essen keinen Döner
Don Osmans erster Fall

dtv
2008
238 Seiten
€ 8,95


Von Alfred Ohswald am 25.12.2007

  Osman zieht mit seiner Familie in eine größere Wohnung um, weil der bisherige Bewohner von einem in dem Haus wohnenden Skinhead hinausgeekelt wurde. Probt findet Osman diesen Skinhead tot in seiner Kühltruhe. Und damit beginnt ein abenteuerliches Verwirrspiel. Einmal ist der Tote plötzlich verschwunden, dann bekommt er wieder Gesellschaft von einer zweiten Kühltruhe inklusive eines weiteren toten Skinheads.
  Die Versuche von Osman und seiner Familie, das unerwünschte Geschenk loszuwerden und die Identität des Mörders herauszufinden, sogen eher für weitere Verwirrung als für Aufklärung. Auch wenn sich Osman – geschult durch sein Vorbild Inspektor Columbo – sogar als verdeckter Ermittler versucht.
 
  Osman Engin hat sich bisher seinen Ruf als türkisch-deutscher Kishon redlich verdient und bisher mit satirischen Erzählungen reüssiert. Jetzt versucht er sich zum ersten Mal mit einem satirischen Krimi. Die Zutaten bleiben die Gleichen. Ein gutwillig, satirischer Blick auf Türken in Deutschland, die Meriten der Deutschen aus deren Blickwinkel und das Zusammenstoßen dieser beiden sich gar nicht so fremden Welten.
  Dieses Mal kommt eine Art Krimihandlung zusätzlich dazu, was den anderen Aspekt ein wenig in den Hintergrund drängt, obwohl er sehr wohl noch eine gewichtige Rolle spielt.
  Osman Engin zeigt sich der Thematik durchaus gewachsen, mit der zielsicheren Pointiertheit seiner besseren Satiren kann „Tote essen keinen Döner“ aber nicht ganz mithalten. Wer Osman Engin noch nicht kennt, sollte deshalb wohl eher mit einem seiner Satiren-Bände beginnen. Wer ihn bereits kennt, wird ohne Befürchtungen auch hier zugreifen können.

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