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Alfred Komarek
Spätlese
Texte aus vier Jahrzehnten

Haymon
2007
251 Seiten
€ 18,90


Von Alfred Ohswald am 08.12.2007

  Der breiten Öffentlichkeit ist Alfred Komarek erst seit seinen vier Krimis um Simon Polt und deren genialer Verfilmung bekannt. In der Anfangszeit des österreichischen Jugendsenders, als es dort noch Platz für Beiträge abseits der Hitparade gab, machte sich Komarek einen Namen als Autor der Sendungen „Entre nous“ (Sprecher: Erika Mottl & Wolfgang Hübsch), „Melodie exklusive“ (Sprecher: Meinrad Nell & Ingrid Gutschi) und „Texte“ (Sprecher Ernst Grissemann). Dann gab es da noch einen Erzählungsband mit dem Titel „Gott hab uns selig. Sehr österreichische Geschichten“ und zahlreiche Beiträge für diverse Magazine zu allen möglichen Themen.
 
  Eine Auswahl dieser Texte findet sich in dem aktuellen Buch „Spätlese“. Der Titel ist
 So zu verstehen, dass die literarischen Trauben, die während eines Schriftstellerlebens gereift sind, nun „geerntet“ werden. Wir wollen aber doch hoffen, dass nach dieser Spätlese nach weiteren Jahrzehnten noch mindestens ein ähnliches Buch mit einer Eisweinlese erscheinen kann.
  Die Texte aus dem Erzählband sind oft märchenhaft, phantastisch verschrobene Geschichten mit geschickt abgeschmeckten Portionen leichtfüßiger Melancholie und Humor mit vorwiegend satirischer Note. Stilistisch oft stark an das Feuilleton angelehnt, poetischen und pointierter formuliert, als man es von den Romanen um Simon Polt oder Daniel Käfer gewohnt ist.
  Die Texte sind meist um die vier bis fünf Seiten lang, mit Ausnahme der Beiträge für das Radio, die in nur einige Zeilen auf den Punkt kommen. Sehr oft steht das Einfangen von Stimmungen oder einer bestimmten Atmosphäre im Mittelpunkt, ob es sich jetzt um einen Reisebericht oder um eine Beschreibung des österreichischen Beamtentums handelt.
  Zuletzt noch eine Entwarnung. Auch wenn die Texte oft unverkennbar aus der Feder eines österreichischen Autors stammen, sollten auch Nichtösterreicher keine Probleme aufgrund mangelnden Detailwissens haben.

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