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Propyläen Weltgeschichte

Propyläen
1986
DM 99,-


Von Peter Grunwaldt am 26.01.1999

  Guter ereignisgeschichtlicher Überblick, aber keine Einführung in den aktuellen Stand der Diskussion. Aus heutiger Sicht fehlen einige wichtige Erkenntnisse. Die Bände geben einen interessanten Einblick in eine historische Situation der Geschichtswissenschaft; man muß sie mit Vorbehalt lesen (wie jede wissenschaftliche Stellungnahmen).
  Ob sich angesichts der Fülle der Seiten und der ansonsten zu verarbeitenden Literatur der Aufwand lohnt ist wohl auch Geschmackssache.

Von Christian Delhey am 26.01.1999

  Ich halte die Reihe für absolut lohnenswert! Allerdings, wie schon erwähnt, für das Studium denkbar "gefährlich"! Mir wurde im Grundstudium untersagt, sie zu zitieren, im Hauptstudium aber durfte ich, zumindest in Alter Geschichte daraus zitieren...?!
  Als Nachschlagewerke sind sie aber absolut hervorragend, solange man sie nicht als den absoluten Maßstab nimmt. Aber das sollte man ja im Studium gelernt haben.
  Ein weiteres Problem ist, daß die Werke einfach zu alt sind. Gerade z.B. im Mittelalter, insbesondere bei den Karolingern, sind, laut des renommierten Münsteraner Mittelalterexperten, Prof. Dr. Althoff, so gut wie keine Werke mehr zu verwenden, die älter als 4 Jahre sind. Gut - dazu gibt es sicherlich auch andere Meinungen, aber so ganz unrecht wird er damit nicht haben.....
  Was leider auch gänzlich fehlt, sind Literaturangaben.
  Für den Preis (DM 99,-) kann man sich die Bände guten Gewisses kaufen!

Von Thomas Renzler am 25.01.1999

  Ich würde empfehlen, diese Bände gerade im Studium mit Vorsicht zu genießen. Sicher sind das alles renommierte Autoren, aber die Schule, denen sie sich verpflichtet fühlen, kann uns heute nicht mehr weiterbringen.
  Es ist reine Politikgeschichte und geht von einem sehr stark vom Bildungsbürgertum geprägten, sehr antiquierten Geschichtsverständnis aus. "Goldrähmchenerzähler" hat Ulrich Wehler das einmal genannt.
  Ich würde diese Bände - ein wenig überspitzt formuliert - schon eher als 'Quellen' ansehen, denn als Literatur, in der man sich über ein Thema informiert. Dafür gibt - gerade für Studienanfänger - sehr viel bessere Literatur, die einem auch gleich klar macht, wo heute die Schwerpunkte für ein neues, zeitgemäßes Geschichtsverständnis - also Struktur-, Alltags-, Mikro- und Kulturgeschichte etc - liegen.

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