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Henning Mankell
Tiefe
(2004)

dtv
2007
Übersetzt von Verena Reichel
365 Seiten
€ 10,20


Von Manuela Sokele am 06.10.2007

  In Henning Mankells Roman „Tiefe“ geht es um den Marineoffizier und Seevermessungsingenieur Lars Tobiasson-Svartman, der in der Zeit des ersten Weltkrieges die tiefste Stelle im Meer finden will und dabei auf die tiefsten Stellen in seinem Innersten stößt.
 
  „Tiefe“ ist wieder einmal ein typischer Mankell, der die Seele und die innersten Gedanken des Protagonisten aufzeigt. Wie selbstverständlich nehmen wir es als Leser hin, wie Lars Tobiasson-Svartman in bestimmten Situationen reagiert oder reagieren „muss“. Mankell gibt Einblick in die tiefsten Tiefen der Seele seines Helden und macht dabei klar, warum er in so agieren muss, wie er agiert.
 
 
  Zu Beginn des Romans schildert Mankell die tiefen Gefühle von Lars Tobiasson-Svartman, der seine Frau vermisst während er wochenlang auf der See unterwegs ist. Durch Zufall trifft Lars auf eine andere Frau, in die er sich sofort verliebt. Um immer wieder zu dieser Frau zurückkehren zu können, ist er sogar bereit seine Vorgesetzen zu betrügen und seinen Kollegen Fehler in die Schuhe zu schiebe, die er selbst begangen hat.
 
  Im Gegensatz zu den Morden in den „Wallander“-‚Romanen geht es in „Tiefe“ nicht darum, einen Fall zu klären. So wie Lars Tobiasson-Svartman die tiefste Stelle im Meer sucht ergründen wir mit Henning Mankell die tiefste Stelle in der Seele des Marineoffiziers.
 
  Nicht nur das Thema des Romans sondern auch die Zeit, in der Mankell seine Geschichte spielen lässt, machen „Tiefe“ zu einem interessanten und spannenden Ausflug in eine andere Zeit und eine Welt, der uns Einblicke in äußere und innere Tiefen gewährt.

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