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Achim Achilles
Achilles' Laufberater
Training, Idealgewicht, Gesundheit, Motivation: Antworten auf alle Läufer-Fragen

Heyne
2007
256 Seiten
ISBN-13: 9783453600553
€ 7,95 [D] | 8,20 [A]


Von Alemanno Partenopeo am 09.09.2007

  Wer aufgrund der unten stehenden Biographie Angst hat, es könnte sich um einen Scharlatan handeln, dem sei hier gleich zu Beginn der Wind aus den Segeln genommen: das Buch entstand unter Mitarbeit von Dr. Fernando Dimeo und Jens Karraß. Wer die auch nicht kennt, dem sei zugetragen, dass die Laufkolumne von Achim Achilles regelmäßig im SPIEGEL erschienen ist. Wer jetzt immer noch Angst hat, der will einfach nicht Laufen lernen und dem ist ohnehin nicht mehr zu helfen. „Achilles` Verse“ stammt übrigens vom selben Autor und mit dem Untertitel „Mein Leben als Läufer“ kann dann wohl jeder etwas anfangen.
 
  Der vorliegende Nachfolger von Achilles` erstem Bestseller gibt Läufern das tröstende Gefühl, dass sie „beim permanenten Scheitern“ nicht alleine sind. Achilles hat die interessantesten Fragen aus seiner Leserpost ausgewählt und seine beiden Koautoren und er beantworten diese nach bestem Wissen und Gewissen. „Laufen ohne Leiden ist völliger Quatsch. Leid und Lauf gehören untrennbar zusammen. Es gibt ja auch kein Bier ohne Wasser.“, schreibt Achilles und wenn dies auch manchem etwas missverständlich erscheinen mag, der will den inneren Schweinehund halt einfach nicht überwinden. Ausreden sucht man sich schließlich täglich, aber nach der Lektüre dieses Buches, gibt es garantiert keine mehr: danach wissen Sie endgültig zu welcher Gruppe von Läufern Sie gehören: diejenigen auf dem Diwan oder den andern, auf der Sohle am Wege zum Exzess. Sie erfahren jedenfalls anhand von Leserbriefen, alles, was ein Läufer wissen muss: von der richtigen Ernährung, über Konkurrenz bis Sucht und Motivationskrisen. Der Weg zum Zen-Läufer wird dennoch steinig, ohnehin.
 
  Hier Achilles` autorisierte Biographie, der Originalität halber ganz zitiert: „Achim Achilles lernte im Alter von drei Jahren das Laufen, zwei Sieger-, eine Ehrenurkunde (Messfehler) bei den Bundesjugendspielen. Ausdauerprobleme verhinderten Sport als viertes Abiturfach (nach Religion, Erdkunde und Töpfern), stattdessen Deutsch. Drei völlig verschenkte Fitnessclub-Mitgliedschaften. Lernte Mona in einem Kurs für Seidenmalen in der Toskana kennen. Sie war die Busfahrerin, die die Gruppe vom Bahnhof Siena abholte. Seither immer wieder verzweifelte Versuche, einer geregelten Tätigkeit nachzugehen, die aber ähnlich scheiterten wie regelmäßiges Lauftraining. Gelegentliche Auftritte in Laufklamotten sind im Prinzip die einzige Chance für ihn, in seinem Berliner Wohnblock (Altbau) ein wenig an Sozialprestige zu gewinnen. Tüftelt an Schweiß aus der Sprühdose, um hartes Training auch geruchsecht vorzutäuschen.“

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