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Christopher Moore
Himmelsgöttin
(Island of the Sequined Love Nun, 1997)

Goldmann
1999
Übersetzt von Christoph Hahn
448 Seiten
ISBN-13: 9783442443970
€ 8,95


Von Alfred Ohswald am 12.08.2007

  Als Tuck den Firmen-Jet betrunken und mit einer Nutte an Bord bei einer Bruchlandung in Schrott verwandelt, sehen seine Zukunftsaussichten nicht wirklich rosig aus. Darum überlegt er nicht lange, als er ein lukratives Angebot eines Missionars auf einer Südseeinsel bekommt.
  Nach einigen Turbulenzen gelingt es ihm tatsächlich, zu der abgelegenen Insel zu gelangen. Vorerst aber nur vom letzten Kannibalen der dort lebenden Haifischmenschen als künftige Malzeit an einen Baum gefesselt.
  Diese Haifischmenschen haben einen sogenannten Kargo-Kult. Sie glauben an einen amerikanischen Bomberpiloten, der sie von den Japanern befreite und mit diversen Gütern versorgte. Diesen Umstand nutzen der dort lebende Missionar und seine attraktive Assistentin aus, um selbst eine gottähnlichen Status zu genießen. Nach seiner Befreiung beginnt Tuck seinen Job bei ihnen und fliegt alle paar Wochen für sie nach Japan.
  Aber die Südseeidylle täuscht. Wozu benötigen der Missionar und seine Partnerin bewaffnete, japanische Wachen?
 
  Christopher Moores aberwitziger Roman um eine reichlich absurde Religion und seinen zu Katastrophen neigenden Helden erinnert stark an Dave Barrys „Jede Menge Ärger“ oder „Tricky Business“. Reichlich abenteuerliche Satire mit einer nicht geringen Portion schwarzen Humors. Die Handlung überschlägt sich geradezu in immer wieder absurden Wendungen und einige wirklich verschrobene Charaktere sorgen dann für die entscheidende Würze zu einem wirklich herrlich komischen Stück Unterhaltungsliteratur. So ist der alte Kannibale, der immer wieder vergeblich versucht, endlich wieder an eine Portion „Langschwein“ zu kommen, einer der Sympathieträger.

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