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Hans-Peter Vertacnik
Abfangjäger

Gmeiner Verlag
2007
469 Seiten
ISBN-13: 9783899777369
€ 9,90


Von Alfred Ohswald am 03.08.2007

  Ein Kriminalbeamter wird auf der Autobahn von zwei falschen Polizisten ermordet und fast gleichzeitig wird ein Kollege von ihm Opfer einer Autobombe. Kaum beginnt Oberstleutnant Zoff mit seiner Grazer Ermittlertruppe zu arbeiten, kommt es zu weiteren Morden. Ja, eine wahre Blutspur zieht sich durch Wien, die Steiermark und bis ins benachbarte Tschechien.
  Es dauert allerdings einige Zeit, bis Zoff erkennt, wie eng diese Opfer zusammenhängen und dann steht er plötzlich selbst auf der Abschussliste und muss um sein und das Leben seiner Familie fürchten. Denn die Auftraggeber sitzen an sehr einflussreichen Stellen und gebärden sich nicht ohne Grund, als wären sie praktisch unangreifbar. Selbst höchstrangige Politiker dürfen ihnen nicht in die Quere kommen.
 
  Hans-Peter Vertacnik Politthriller vor dem Hintergrund des Ankaufs der Eurofighter legt ein atemberaubendes Tempo vor. Bei jedem Schritt vorwärts, den die Ermittler machen, ist ihnen ihr schier übermächtiger Gegner immer schon einen Schritt voraus. Fast von jeder Seite wird Druck auf sie ausgeübt. So entsteht ein temporeiches Wettrennen zwischen den Verschwörern und Zoff und seiner Truppe.
  Hans-Peter Vertacnik ist selbst Bezirkspolizeikommandant in der Steiermark und war Offizier beim österreichischen Bundesheer. Er kennt also die Hintergründe und das Milieu, in der sein Thriller spielt, auch in der Realität sehr gut.
  Erscheint „Abfangjäger“ vielleicht etwas zu deftig und überzeichnet, muss man bedenken, dass er sonst mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit von der Realität eingeholt worden wäre. Die Dinge, die beim Untersuchungsausschuss ein klein wenig ans Licht der Öffentlichkeit gezogen wurden, waren schon abenteuerlich genug. Und dabei haben sich die meisten vorgeladenen Zeugen schlichtweg geweigert, etwas zu sagen. Wenn sie sich überhaupt bequemten, dort zu erscheinen. Und ein gegen die Realität harmlos erscheinender Politthriller wäre dann doch eher peinlich. So gesehen, hat Vertacnik mit seinem recht drastischen Sittenbild wohl den richtigen Weg eingeschlagen.

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