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Merian Amsterdam

Merian
2002
140 Seiten
€ 7,50


Von Alemanno Partenopeo am 16.07.2007

  Das „Venedig des Nordens“ verfügt mit seinen Wasserstraßen, den Grachten, über ein weitläufiges Wassernetz, das die Stadt im Sommer schiffbar macht und im Winter mitunter Schlittschuh-befahrbar. Anders als im originalen Venedig sind in Amsterdam aber Autos zugelassen, was - ebenso mitunter - zu skurrilen Parksituationen führt, die befürchten lassen, dass die Automobile ins Wasser fallen könnten. Aber die Amsterdamer sind geschickte Einparker und meistern mit Gefühl, was anderen nur entnervt gelingt. Die Stadtbewohner sind eben sehr gelassen und „gedämpft“, was mithin das Gefühl der Atmosphäre dieser Stadt trägt. Sicherlich tragen dazu auch die vielen Radfahrer bei, oder die großen Parkanlagen, dass es im Venedig des Nordens fast gemütlicher zugeht als in jenem des Südens.
 
  Mit vorliegendem Merian Reiseführer machen Sie einen Spaziergang mit Cees Nooteboom, der in seinem Artikel „Volkes Mitte“ die Geschichte des Jordaan-Viertels erzählt. Ein Hauch von Boheme weht durch die Gassen dieses Distrikts und die Menschen versammeln sich gern um eine Statue des Schriftstellers Theo Thijssen, der in seinen Werken den alten Jordaan verewigt hat. Aber auch der Kunst in den Museen widmet dieser Reiseführer seine Aufmerksamkeit: „Rembrandt – Aufstieg und Fall eines Malergenies“ nennt sich ein Beitrag mit dem Übertitel „Schicksale“ in dem auch der Bericht eines Matrosen der Ostindischen Compagnie erzählt wird. Ein anderer Aspekt Amsterdams und der holländischen Gesellschaft ist die Toleranz und Integration gegenüber seinen Zuwanderern. In Bijlmermeer etwa wohnen Menschen aus über hundert (!) Nationen. Wer sich eher für die Toleranz gegenüber Prostitution interessiert wird einiges neues erfahren in dem Artikel „Ein Job wie jeder andere“ und seine Vorurteile eventuell revidieren oder bestätigt wissen.
 
  Amsterdam und Holland sind gerade im Frühling eine Reise wert, das zeigt auch der Beitrag zum grünen Umland Amsterdams. Eine Tour mit dem Rad durch die Tulpenfelder oder eine Fahrt mit dem Dampfer Richtung Meer, was kann einem schöneres passieren an einem schönen, sonnigen Frühlingstag im Mai?

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