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Richard Preston
Hot Zone
Tödliche Viren aus dem Regenwald
(The Hot Zone, 1994)

Droemer Knaur
1995


Von Bruno Hopp

  Der Hintergrund der Geschichte ist die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit einem der gefährlichsten Erreger - dem Ebola-Virus, dem Menschen begegnen können. Schon das Cover weist auf einen "Tatsachen-Thriller" hin. In den späten 1970/80er Jahren gingen von Zentralafrika eine Reihe von Krankheiten aus, die die Mediziner vor Rätsel stellten.
  Ausgehend von einer großen Höhle (Citum Cave) mitten im tiefsten Regenwald, die von einem ausgewanderten Franzosen besucht wird, geht es über die Schilderung von dessen Krankheitsverlauf und dem (vermuteten) Ausbreitungsweg der bislang unbekannten Krankheit in die wirtschaftlichen Verzweigungen. Zentralafrika bietet viel Natur, sein Reichtum sind u.a. die Flora und Fauna.
 
  Die Handlung selbst baut darauf, daß in Washington in einer großen Tierhandlung die Laboraffen unerwartet schnell sterben. Nachdem ein Tierpfleger auch erkrankt, kommen die Behörden mit ins Spiel, später sogar die Armee.
  Es gelingt trotz großer Probleme, eine Ausbreitung einer Seuche zu verhindern, mit reichlich Seitenhieben auf die bekannt sensationslüsterne Medienlandschaft der USA.
 
  Mir hat das Buch deswegen sehr gefallen, weil es in den entscheidenden Teilen sachlich bleibt auch wenn es sich um "unappetitliche" Sachen wie Krankheiten handelt. Es werden populärwissenschaftlich aufbereitet die Fragen der Mutation von Krankheitserregern, der Nützlichkeit bestimmter Forschungsaufgaben und medizinischer Vorsorge gestreift. Leider erst seit HIV wieder mehr ins Bewußtsein gerückt, bleiben Fragen danach, was Menschen tun könnten oder nicht tun sollten. Der Autor spart sich seine persönliche Meinung bis zum Ende auf (Hinweis auf ökologische Gleichgewichte).
 
 
 Einstufung:
  Sehr empfehlenswert für alle, die sich für Medizin/Biologie und Ökologie interessieren. Nichts für zarte Gemüter! Als Hintergrund in Biologie/Sozialkunde der Oberstufe (11-13 Schuljahr) empfehlenswert.

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