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Jasper Fforde
Es ist was faul
(Something Rotten, 2004)

dtv
2006
Übersetzt von Joachim Stern
429 Seiten
€ 14,-


Von Alemanno Partenopeo am 09.01.2007

  „Thursday next you will be married“, heißt es bei Shakespeare in „Romeo und Julia“ und Jasper Fforde hat sich nicht nur mit der Namensgebung seiner Heldin bei Shakespeare bedient. Die Literatur-Agentin (im Sinne von Geheimdienstagentin) Thursday Next macht sich in ihrem bereits vierten Abenteuer (im deutschsprachigen Sprachraum) mit dem kleinen Friday (ihr Sohn) auf die Suche nach Literaturkorrektur. Inzwischen ist die Heldin auch Mutter geworden, ihr Mann in den unendlichen Weiten des Literaturkosmos verschwunden und sie selbst kann das Agenten sein nicht lasse, zumal es ja immerhin um „Hamlet“ geht, wie der (englische Original-)Titel schon vermuten lässt. Zu unserem Glück kann es auch die Mutter Thursday Next nicht lassen zu korrigieren, denn die Abenteuer dieser Agentin entführen uns in die untergegangen geglaubte Welt der Klassiker der englischen Literatur: Charles Dickens, Charlotte Bronte oder Shakespeare eben.
 
  Der Autor behandelt seine Themen dabei Genre-übergreifend, oder soll ich besser sagen: -sprengend? Jasper Fforde mag sowohl Science Fiction als auch Krimiliteratur, ein bisschen Liebesroman ist auch dabei und insgesamt wird alles zu einem sympathischen Potpourri vermischt, das bisweilen sehr unterhaltsam ist. Natürlich umso spannender, je mehr Sie selbst die Klassiker schon selbst konsumiert haben. Das ist aber keine Voraussetzung. Selbstverständlich funktioniert Jasper Ffordes geniale Idee auch ohne literaturwissen-schaftliche Vorkenntnisse. In „Something Rotten“, so das Shakespeare-Zitat im Original und auch der englische Titel des vierten Thursday Next Abenteuers, ist der deutsch-dänische Krieg in vollem Gange und Hamlet will in sein Stück zurück, das Ophelia kurzerhand umgeschrieben hat. Das Abeneuter beantwortet aber auch Fragen: Wie ist eigentlich dieser Hamlet so …als Mensch? Wird die Welt wirklich so bald untergehen, wie es der Hl. Zvlkx prophezeit? Haben Romanfiguren eigentlich rechtliche Grundlagen? Für mehr Informationen sehen Sie auch die Homepage des Autors www.jasperfforde.com und natürlich: lesen Sie seine Bücher!
 
  Die Hörbücher zu den ersten beiden Thursday Next Romanen sind bereits im Patmos Verlag erschienen.
 
  Jasper Fforde wurde 1961 in Wales geboren, wo er mit seiner Familie auch heute lebt. Zuerst arbeitete er als Kameramann bei verschiedenen Filmproduktionsfirmen, bis er sich seinen Romanen widmete. Sein erstes Manuskript wurde übrigens 76 Mal abgelehnt. Inzwischen sind seine Romane ins japanische, koreanische, chinesische, israelische, russische, polnische, französische übersetzt worden. Was wieder beweist: trauen Sie keinen Literatur-AgentInnen.

Von Manuela Sokele am 06.10.2007

  Thursday Next lebt als Agentin in der „Künstlichen Welt“ - der BuchWelt. Doch nach zwei Jahren in diversen Büchern hat sie genug von den fiktiven Figuren und will zur Erholung in die reale Welt. Unter anderem, um ihren „ausgelöschten“ Ehemann zurück zu bekommen und um dem Dänenprinzen Hamlet Zeit zu geben, sich selbst zu finden. Doch in ihrer „realen“ Welt ist auch nicht mehr alles, wie es einmal war. Ein böser Charakter konnte aus einem Buch fliehen und versucht nun, immer mehr Macht auf der Welt zu bekommen.
 
  „Es ist was faul“ ist Jasper Ffordes viertes Buch rund um die Agentin Thursday Next. Nach „Der Fall Jane Eyre“, „In einem anderen Buch“ und „Im Brunnen der Manu Skripte“ muss sich Thursday diesmal dem Problem stellen nicht nur ihren Mann sondern gleich die ganze Welt zu retten.
 
  Allein die Idee, die hinter der Geschichte rund um die Figur „Thurday Next“ steht, ist sensationell. Jasper Fforde schildert ihre Welt so fesselnd und unterhaltsam, dass man am liebsten gar nicht mehr aufhören würde zu lesen. Das einzige „Traurige“ an dem Buch ist, dass es leider irgendwann einmal zu Ende geht. Aber uns bleibt die Hoffnung auf eine weitere Fortsetzung der spannenden und witzigen Geschichten rund um Thursday Next.

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