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Ingeborg Bachmann
Der gute Gott von Manhattan

Hörverlag
2005
€ 19,95


Von Alemanno Partenopeo am 22.12.2006

  In der Rolle vom „guten Gott“ finden Sie die Stimme von Charles Regnier, der Richter wird von Kaspar Brüninghaus gesprochen und Jan von Martin Benrath. Jennifer von Gustl Halenke, Billy von Joachim Teege und Frankie von Kurt Beck. Der Zigeunerin wird von Mila Kopp die Stimmer verliehen. In weiteren kleinen Rollen finden Sie noch andere Sprecher, deren Namen Sie selbstverständlich im beigefügten Booklet finden. Regie führte Gert Westphal und der Südwestrundfunk/Radio Bremen.
 
  Aber zuerst zur Story: Liebe und Lieblosigkeit sind die beiden Pole zwischen denen sich dieses Hörspiel spannt. Jennifer, eine junge Studentin aus der neuen Welt, und Jan, ein junger Mann aus der alten Welt, lieben sich mit voller Leidenschaft und großem Enthusiasmus, doch der „gute Gott von Manhattan“ hat da etwas dagegen und so nimmt das Verhängnis seinen Lauf.
 
  „Der gute Gott von Manhattan“ ist Bachmanns drittes Hörspiel (nach „Ein Geschäft mit Träumen“, 1952 und „Die Zikaden“, 1955) und stammt von 1958. Er gilt als ihr erster „Todesarten“-Text und nimmt somit eine Sonderstellung ein. Der Spaziergang durch die Stadt nimmt am Grand Central Bahnhof seinen Anfang und führt in eine Nachtbar und ein Stundenhotel, bis hin zum höchsten Stockwerk des Atlantic Hotel. Nicht nur die Liebenden entfernen sich immer weiter vom Boden der Realität, sondern auch ihre Liebe endet in den Wolken. Ihre „ekstatische Form der Liebe“ bedeutet eine Bedrohung der bestehenden Ordnung und muss „gerichtet werden“, so will es jedenfalls der „Gute Gott von Manhattan“. Mit einem dramaturgischen Paukenschlag, nämlich einer Gerichtsverhandlung, beginnt ein Hörspiel, das Sie so schnell nicht wieder loslassen wird. Der Angeklagte wird im Verlauf des Prozesses zum Kronzeugen und versichert glaubhaft, dass er die bestehende Ordnung gegen die anarchische Macht der Liebe verteidigt hat. Das letzte Wort hat auch am Ende des Hörspiels der Richter: „Schweigen“.
 
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