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Neal Stephenson
Confusion
(The Confusion. Volume Two of the Baroque Cycle, 2004)

Manhattan
2006
Übersetzt von Nikolaus Stingl und Juliane Gräbener
1015 Seiten
€ 29,95


Von Alfred Ohswald am 08.12.2006

  „Confusion“ ist kein untypischer Mittelteil einer Trilogie. Der Autor jagt seine Figuren kräftig in der Weltgeschichte herum, um sie schließlich wieder in Richtung Zusammenführung auf den Weg zu schicken.
  Jack Shaftoe flieht vor seinen zahllosen Verfolgern nach Indien und später über Amerika rund um die Welt zurück nach England. Sein Bruder kommt bei der englischen Armee auch etwas in Europa herum und die schöne Eliza bringt es zu Adel, verliert dabei aber ihren Sohn und vorerst auch ihren Reichtum.
  Newton wird zunehmend exzentrischer und Leibniz gelingt es , trotz der Vermittlungsversuche durch Daniel Waterhouse nicht, seinen wissenschaftlichen Disput mit ihm beizulegen.
 
  Kurz, es geht hoch her in diesem Roman, es mangelt nicht an haarsträubenden Abenteuern und die Helden werden kräftig in die Mangel genommen. Das gilt noch mehr für ihre Begleiter, die nicht selten auch das Zeitliche segnen. Stephenson hat uns damit die Welt dieser Zeit zu großen Teilen vor Augen geführt und kann sich im letzten Teil dem Finale widmen. Ob man etwas mehr über den geheimnisvollen Enoch Root erfährt, wird sich dann zeigen.
  Bei historischen Details nimmt es Stephenson aber nicht immer allzu genau. Hier biegt es sich die Ereignisse schon Mal ein kleines Stück zurecht. Aber das fällt nur auf, wenn man sich ausführlicher mit bestimmten, historischen Ereignissen beschäftig. Insgesamt bleibt es ein praller und spannender historischer Roman mit einer Prise Mystik und kräftigen Anleihen beim Schelmenroman.

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