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Joachim Gauck/ Erhart Neubert (Hrsg.)
Das Schwarzbuch des Kommunismus
Unterdrückung, Verbrechen und Terror

Piper
1998
987 Seiten
DM 39,80


Von Wolfgang Kauders

  Das Projekt, die realen Auswirkungen kommunistischer Politik zu untersuchen, ist ehrgeizig und in jeder Hinsicht verdienstvoll. Daß die Kritik sehr schnell auf Schwachstellen hinwies (wie etwa die Behandlung der kommunistischen Bewegungen in Südamerika), ist zutreffend, gleichzeitig aber eine Tendenz stärkend, die das gesamte Buch als indiskutabel qualifizieren möchte.
  Die Beiträge der Autoren sind tatsächlich unterschiedlich zu bewerten. Bei manchen können die Verfasser der Versuchung nicht widerstehen, durch einen polemischen Stil das Grauen, das sie beschreiben, noch zu überhöhen, was der Sache nicht unbedingt dient. Es gibt etliche Schlampigkeiten im Umgang mit historischen Abläufen. Es gibt Auslassungen und undifferenzierte Zuordnungen von schuldhaftem Verhalten und von Verbrechen. Die analytischen Sequenzen sind nicht immer befriedigend und die Zahlenangaben in etlichen Fällen unzutreffend.
  Dennoch: ein unverzichtbares Buch, nicht nur wegen der Fülle des Materials, sondern auch als Referenzdokument für künftige politische Publikationen.

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