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Das große Buch vom Fisch

Gräfe und Unzer
2005
320 Seiten
€ 69,90


Von Alemanno Partenopeo am 26.09.2006

  Es ist sicherlich nicht übertrieben, wenn ich behaupte, dass dieses Buch eines der schönsten Kochbücher der Welt ist, das ich je gesehen habe. Abgesehen von dem liebevoll gestalteten Leinen-Schutzschauber, den ein silbernes Fischlein ziert, macht auch die innere Aufbereitung und Präsentation wieder einmal richtig Lust ...auf Fisch! Und das ist es schließlich was gute Kochbücher tun sollen!
 
  Das große Buch vom Fisch wurde noch üppiger ausgestattet und um 80 Seiten erweitert und wird durch nachvollziehbar Step-Fotos auch dem Kochlaien große Freude bei der Zubereitung seines Lieblingsfisches bereiten. Fisch erfreut sich aufgrund des Wellness-Trends immer größerer Beliebtheit und tatsächlich schwören auch Ernährungswissenschaftler auf die wöchentliche Dosis an Omega-Fettsäuren und anderen Inhaltsstoffen. Das Buch eignet sich sowohl für Profis als auch passionierte Hobbyköche und wird durch die appetitlich aufbereiteten Fotos so manchem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Durch die drei Lesebändchen können Sie es auch als Nachschlagewerk und Einkaufshilfe verwenden.
 
  In der Einführung „Fisch im Wandel der Zeiten“ wird uns von der historischen Verwendung des Fisches im Kloster oder auch im alten Rom und das Griechenland von Homers Helden erzählt. Der erste Teil widmet sich dann der Warenkunde und es wird erklärt, warum wir eigentlich mehr Fisch essen sollen und vor allem auch, was wir vom Fisch essen sollen und was besser nicht. Die Unterscheidung zwischen Meerwasserfischen und Süßwasserfischen wird ebenso gemacht, wie Hinweise zur Erkennung der Qualität von angebotenen Lebensmitteln gegeben werden. Großaufnahmen der verschiedensten Fischarten ermöglichen es auch leicht, einen Kurs im Fische erkennen zu absolvieren und so könnten auch Kinder ihre Freude an der Kunst des Fischkochens entdecken.
 
  Der zweite Teil Küchenpraxis beschäftigt sich mit dem „Handwerk“ des Fischkochens. Hier werden Tips zu Einkauf und Lagerung gegeben und es wird auch die richtige Vorbereitung auf den Fisch zelebriert: wie man etwa Rund- und Plattfische mit dem Messer auf die richtige Art und Weise zerteilt und tischfertig zubereitet. Frisch oder nicht? Schauen Sie dem gekauften Fisch ruhig einmal ins Auge: ist das Auge prall und glasklar und ohne Trübung, dann greifen Sie zu! Stinkt Fisch nach Fisch? Nur dann, wenn er nicht mehr ganz frisch ist, als lieber Finger weg! Und auch ein „Blick ins Maul“ (was man bei einem geschenkten Gaul nicht machen sollte) bestätigt ihre richtige Entscheidung: sind die Kiemenblättchen leuchtend rot und nicht fleckig oder verschleimt, haben Sie wieder einmal recht gehabt!
 
  Der dritte Teil ist der Rezeptteil: hier finden Sie von der Bouillabaisse bis zum Knurrhahn die meisten Fischrezepte und zusätzlich auch ein paar Tips für die Zubereitung köstlicher Suppen, Saucen und Dips. Die verschiedenen Zubereitungsarten (Garen, Grillen, Räuchern, im Ofen, Braten und Frittieren, Dünsten, Dämpfen, Pochieren) werden als Gliederung für den Rezeptteil verwendet und so können Sie je nach dem worauf Sie gerade Lust haben, das richtige Fischrezept auswählen. Oder Sie werfen einfach einen Blick auf die ansprechenden Fotos, das hilft Ihnen sicherlich bei der Entscheidung, was Sie heute kochen möchten.
 
  Darüber hinaus finden Sie aber auch feuilletonistische Essays zu Themen wie „Über die Hartnäckigkeit des Karpfens“ oder „Sushi-Tipps vom Meister“.
 
  In meiner Eigenschaft als (inzwischen hungriger) Rezensent kann Ihnen also nur mehr „Gutes Gelingen!“ wünschen und einen ebensolchen Appetit! „Ein Koch, ich meine ein guter Koch, ist ein göttliches Wesen.“ (Voltaire)

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