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Daniela Knor
Glut
Hjaldinger-Saga I

Fantasy Productions
2006
360 Seiten
€ 9,-


Von Alfred Ohswald am 30.08.2006

  Der junge Vardur fährt das erste Mal als Krieger mit einem Schiff auf eine größere Fahrt. Der Tribut eines unterworfenen Volkes soll eingefordert werden. Unterwegs treffen sie auf die von ihrer Sippe Ausgestoßene Jurga und nehmen sie in ihrer Fahrgemeinschaft auf. Vardur ist von Anfang an von ihr fasziniert, sie dagegen bleibt lange ausgesprochen distanziert.
  Als sie ihr Ziel erreichen, müssen sie feststellen, dass dort ein Überfall einer anderen Sippe stattgefunden hat und sie darum keinen Tribut bekommen werden. Sie kennen den Übeltäter und machen sich auf die Rückreise, um ihn zur Rede zu stellen.
  Während die Hjaldinger mit ihren Sippenrivalitäten und –konflikten beschäftigt sind, plant das südlich von ihnen gelegene Imperium einen Feldzug gegen sie. Dieses Imperium wird von mächtigen Magiern geführt, die oft auch vor der Anwendung schwarzer Magie nicht zurückschrecken und auch bei dem geplanten Feldzug wollen sie damit einen raschen und sicheren Sieg gewährleisten. Aber auch im Imperium gibt es konkurrierende Kräfte.
 
  Daniela Knor ist mit diesem ersten Teil ihres Zyklus, dem als Hintergrund der Norden von „Aventurien“, die Welt des Rollenspiels „Das schwarze Auge“, dient, einen beachtlichen Einstieg geschaffen. Romane zu Rollenspielen haben ja oft nicht ganz unbegründet außerhalb dieser Szene nicht den besten Ruf. Positive Ausnahmen gab es schon immer und in den letzten Jahren ist die Qualität nicht zuletzt aufgrund der Beteiligung recht namhafter Autoren generell besser geworden.
  Auch Daniela Knor hat es trotz eines in weiten Teilen begrenzten Hintergrunds geschafft, ein ordentliches, gediegenes Stück Fantasyliteratur abzuliefern. Große Innovationen bei der Gestaltung der Welt, in der der Roman spielt, sind hier natürlich kaum möglich. Wahrscheinlich ein Grund, warum derartige Romane vor dem Hintergrund einer Rollenspielwelt nie die Qualität von wirklich gelungenen, eigenständigen Hintergrundwelten erreichen können. Mit Markus Heitz’ „Ulldart“ oder Markolf Hoffmanns „Zeitalter der Wandlung“ kann der Roman noch nicht ganz mithalten, um ein paar deutschsprachige Beispiele zu nennen. Aber ordentliche Fantasy-Kost ist es allemal und bietet durchaus anständige Unterhaltung und Spannung, die sich gegen das Ende auch noch ordentlich steigert.

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