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Scott Smith
A Simple Plan

St. Martin`s Paperbacks
417 Seiten
US$ 6,99


Von Jan Schmitz-Reinthal am 20.02.1999

  Hank Mitchell, sein Bruder Jacob und ein Freund von Jacob finden mitten im verschneiten Ohio ein kleines Privatflugzeug, das offenbar von den umliegenden Farmbewohnern unbemerkt in einem kleinen Wäldchen abgestürzt ist. Der Pilot ist bereits tot und so schicken die drei Männer sich an, das Flugzeug zu verlassen und der Polizei zu melden, als sie ueber eine Tasche stolpern, gefüllt mit 4,4 Millionen Dollar.
  Der Kampf zwischen Gier und Gewissen dauert nicht lange und so beschließen die ungleichen "Komplizen", das Geld zu behalten, bis das Flugzeug im Frühling vermutlich entdeckt wird. Sollte offenkundig niemand von dem Geld an Bord wissen, würden sie es aufteilen und die Einöde von Ashensville/ Ohio für immer hinter sich lassen.
  Als Hank und Jacob am nächsten Tag nochmals zu dem Flugzeug fahren um eventuell hinterlassene Spuren zu beseitigen, kommt es zu einem Mord. Und dieser soll nicht der letzte gewesen sein.
  Mißtrauen, Geldgier, Neugier und Ungeduld treiben Keile zwischen die "Räuber", bis die Situation eskaliert.
 
  Die Filmversion von A Simple Plan (Regie: Sam Raimi) wird bereits als "Fargo II" gehandelt und ganz abwegig ist diese Idee nicht. Die verschneite Oede von Ohio, die langsam-trägen Charaktere, ein Erzählfluß, der das Buch nicht eben einen Page-Turner sein läßt, das alles kreiert eine ganz seltsame Atmosphäre.
  Die Geschichte eines Winters ist nicht langweilig, aber wirklich spannend ist sie auch nicht.
  Vielleicht, weil einfach ziemlich viel der "Handlung" sich im Kopf von Hank Mitchell abspielt. Erst zum Ende hin, die letzten 100 Seiten entwickeln tatsächlich Page-Turner-Qualitäten, als die Spannung wachst, eine Entdeckung schier unausweichlich ist und der Sensenmann ein Hotelzimmer in Ashensville bucht.
  Das ganze gekrönt mit einem doch unerwarteten Ende läßt mich wundern, wie wohl die Filmversion dieses Stoffes ausgehen wird.
 
 Fazit:
  Solide Thrillerkost, liest sich flott weg, wird aber letztlich nicht im Gedächtnis bleiben.
 
  "Read this Book. It is better than any suspense Novel since Silence of the Lambs" wird Stephen King auf dem Cover zitiert. Und das ist - verschieden Geschmäcker hin oder her - einfach Blödsinn.

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