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Lewis Trondheim
A.L.I.E.E.N.
(2004)

Reprodukt
2006
96 Seiten
€ 12,-


Von Alfred Ohswald am 23.05.2006

  Wenn ein Künstler wie Lewis Trondheim, der ohnehin für seinen exzentrischen Humor bekannt ist, ein Comic von Außerirdischen für außerirdische Kinder „gefunden“ hat, kann man sich vielleicht das Ergebnis schon vage vorstellen. Es geht darin noch skurriler, abgefahrener und absurder zu, als es bei ihm ohnehin üblich ist. Hier es ist es oft wirklich nicht mehr einfach, seinem Witz nachzuvollziehen, obwohl er reichlich drastisch, meist blutig und mindestens dunkel-schwarz daherkommt.
  Trondheim verzichtet oft auch Sprache in seinen Comics und das gilt auch für A.I.E.E.N. In den Sprechblasen befinden sich zwar die unleserlichen Zeichen der „Alien-Sprache“, was aber auf das Selbe hinausläuft.
 
  A.L.I.E.E.N. ist für die Hardcore-Fans von Trondheim. Hier schlägt sein skurriler Humor Purzelbäume in die Absurdität, der nur mehr für einen eher begrenzten Leserkreis nachvollziehbar oder zumindest interessant ist.
  Wer Trondheims Zeichenstil noch nicht kennt, er ist manchmal bis ins Extrem einfach. Bis zu einem gewissen Grad an Kinderzeichungen erinnernd, denen man bei genauerem Hinsehen dann doch den Profi ansieht. Schafft er es doch auch mit ein paar Linien, einer Figur vielfältige Ausdrucksformen zu verpassen. A.L.I.E.E.N ist aber sicher nicht der richtige Einstieg, um Trondheim kennenzulernen, außer man konnte sich schon immer für absurden Humor begeistern.

Von Alemanno Partenopeo am 09.07.2006

  Anthologie Lustig Illustrierter Eigentümlicher Extraterrestrischer Novellen kurz: A.L.I.E.E.N. Sollten Sie die Sprache der außerirdischen Besucher, dieses illustrierten Bandes, nicht verstehen, liegt es daran, dass ihre Worte (oder Schriftzeichen) nicht für uns bestimmt sind! Die Auf-„Zeichnungen“ stammen nämlich aus einem Tagebuch eines extraterrestrischen Besuchers, das Lewis Trondheim hier gemeinerweise unter seinem eigenen Namen veröffentlicht und zufällig bei einem Pickwick im Wald gefunden hatte. Die kleinen Figuren von denen diese Geschichten hier erzählen erinnern stark an Tamagotchis aus Fleisch und Blut und letzteres wird ab und an auch gerne vergossen. Die unwirtlichen Mondlandschaften in denen sie sich befinden ähneln nackten Theaterbühnen, die nur von Kunstbäumen bewaldet sind. Die Farben sind knallig bunt, mit einem leichten Nachtschimmern. Keine fluoriszierenden „glows in the dark“, eher Fressen und Gefressenwerden Metiers. Wer happytreefamily kennt, wird auch die A.L.I.E.E.N.s lieben. Den anderen sei ein Sprachkurs in „Außerirdisch“ anempfohlen.
 
  Lewis Trondheim wurde 1964 unter anderem Namen im französischen Fontainebleau geboren. Nachdem 1988 sein erster Comic gedruckt wurde, gehörte er später auch zu den Gründern des Autorenverlages L`Association. Seine Zeichengeschichten sind enorm vielfältig und unterschiedlich. Trondheim gilt gemeinhin als „Erneuerer“ des französischen Comics. Heute lebt er mit seiner Familie in Montpellier. Auf dieser Homepage finden Sie auch Besprechungen zu der Albenreihe „Herrn Hase`s haarsträubende Abenteuer“. Weitere Werke von Trondheim dürften ihnen vielleicht bekannt sein: Die Fliege, Approximate Continuum Comics. Donjon, u.a. mehr.

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