Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
Laurell K. Hamilton
Bittersüße Tode
(Guilty Pleasures, 1993)

Lübbe
2005
Übersetzt von Angela Koonen
368 Seiten
€ 4,99


Von Alfred Ohswald am 18.05.2006

  „Bittersüße Tode” ist ein Hard-Boiled-Krimi, der in einer Welt spielt, in der Vampire, Werwölfe, Ghule und das sonstige Arsenal des Horrorgenres innerhalb des Gesellschaftssystems existieren. Davon angesehen, gleicht sie der heutigen Zeit auf’s Haar. Anita Blake, die Heldin des Romans, ist eine Art Spezialistin für die Erweckung von Toten und sie jagt Vampire, die als Mörder straffällig geworden sind und vom Gericht „zum Abschuss“ freigegeben wurden.
  Am Anfang des Romans versucht sie ein Vampir für den Auftrag, einen Vampirmörder ausfindig zu machen, zu gewinnen. Anita lehnt ab, doch die Auftraggeberin, die mächtigste und älteste Vampirin der Stadt, akzeptiert keine Ablehnung. Eine Freundin von ihr wird bedroht und Anita damit zu Mitarbeit erpresst. Doch die Welt der mächtigen Vampire ist gefährlich und Anitas Leben ist von ihren Auftraggebern genau so bedroht, wie von dem gesuchten Mörder, selbst wenn sie erfolgreich sein sollte. Ein Versagen wird ohnehin nicht akzeptiert…
 
  Dieser erste Roman mit ihrer Heldin Anita Blake und der Welt, in der alle klassischen Horrorgestalten Teil der Gesellschaft sind, begründete Laurell K. Hamiltons Erfolg in den USA. Und man kann es verstehen. Rasant, brutal und mit originellen Protagonisten und einer ebenso interessant und komplex ausgestalteten, phantastischen Welt als Hintergrund, erzählt sie hier eine nicht ungeschickt konstruierte Thriller-Story. Wobei die Suche nach dem Vampirmörder vor der Auseinandersetzung mit den Vampiren und ihr Kampf, nicht zwischen die Mühlsteine ihrer Intrigen und Machtspiele zu geraten, meist ziemlich in den Hintergrund gedrängt wird.
  Selten ist es jemand gelungen, einen Krimi so scheinbar selbstverständlich in einer derart phantastischen Umgebung spielen zu lassen. Der Mix auf Krimi und Vampirroman ist hier perfekt gelungen, kaum merkt man Brüche zwischen den beiden Genres. Nur die Heldin erscheint oft doch etwas zu geschickt, wenn sie die scheinbar unendlich mächtigen Obervampire dann doch im Kampf bezwingen kann. Diese „Superfrau“ wird aber durch eine kräftige Portion Ironie auf ein erträgliches Maß gebracht.

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.