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Markolf Hoffmann
Nebelriss
Das Zeitalter der Wandlung 1

Piper
2004
510 Seiten
€ 9,90 [D] 10,20 [A]


Von Alfred Ohswald am 15.05.2006

  Zuerst sind sie nur ein Gerücht, Echsenwesen, die auf goldenen Schiffen im Meer im Westen auftauchten. Doch als sie Reich um Reich überrennen, kann niemand mehr die Gefahr ignorieren, die von den Goldéi ausgeht. Ihr Ziel sind die mächtigen, magischen Quellen, die den Magiern ihre Fähigkeiten und ihre Macht verleihen.
  Auch das von Intrigen gebeutelte Kaiserreich Sithar muss sich dieser Gefahr stellen und versucht das Undenkbaren, um diese Bedrohung abzuwenden. Sie wollen versuchen, ihren uralten Erzfeind, das Königreich Arphat, zu einem Bündnis gegen die Echsen zu gewinnen.
  Aber Sithar ist selbst von Unruhen gebeutelt, die Kirche treibt in eine Spaltung und auf den Straßen herrscht ein ständig wachsender Aufstand. Die regierenden Fürsten treiben ihre Machtspiele gegeneinander und der bisher nur an seinem lockeren Lebenswandel interessierte Kaiser greift plötzlich auch in das politische Geschehen ein.
 
  Es gibt keine Hauptfigur in diesem ersten Teil von Markolf Hoffmanns Fantasy-Epos und es dauert einige Seiten, bis sich überhaupt einige wichtige Handlungsträger abzeichnen. Man muss etwas Geduld aufbringen, um sich in die sehr komplexe Handlung hineingelesen zu haben. Langeweile tritt dabei aber nicht auf, Hoffmann lässt den Roman inmitten turbulenter Ereignisse beginnen.
  Wer sich darauf einlässt, wird mit einer vielschichtigen Handlung und interessanten, glaubwürdigen Charakteren belohnt. Selbst die in die Welt eindringenden Echsenwesen haben ihre klaren, verständlichen Motive und sind nicht nur schlicht und einfach das Böse an sich, wie es sonst im Fantasy-Genre häufig der Fall ist.
  Markolf Hoffmann kann sich mit diesem Debüt nicht nur im deutschsprachigen Raum sehen lassen, er kann sogar mit den internationalen Größen, wie George R. R. Martin, Steven Erikson usw. mithalten. Vor allem Martins Epos „Das Lied von Eis und Feuer“ scheint hier recht deutlichen Einfluss auf Markolf Hoffmann ausgeübt zu haben. Was aber keineswegs mangelnde Eigenständigkeit von „Nebelriss“ bedeuten soll und es gäbe wahrlich schlechtere Vorbilder.

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