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Thomas Mayr
Rennradfahren in der Toskana
18 ausgewählte Touren

Delius Klasing
2006
96 Seiten


Von Alemanno Partenopeo am 04.05.2006

  Der Autor Thomas Mayr ist Arzt und Radsporttrainer von Beruf. Sie werden also von einem Fachmann in die schönsten Regionen der Toskana möglichst schonend eingeführt. Sie sind bei Herrn Mayr in guten Händen, denn es werden in diesem Radführer auch sportmedizinische und trainingsspezifische Aspekte des Rennradfahrens erklärt.
 
  Die Toskana kann schon einen frühen Einstieg in die Trainingssaison bieten. Ihre ersten Touren können Sie hier schon im April oder Mai unternehmen, während es in den Alpenregionen noch nass und kalt ist, blühen hier bereits die Obstbäume und eine milde Sonne lächelt und streicht über ihren verschwitzten Rücken.
  Die toskanische Region, eine der schönsten Italiens und Europas, reicht im Norden von Carrara und Massa über Florenz, Siena, Pisa, Livorno, nach Arrezzo, Montepulciano im Osten bis nach Grossetto und Porto S. Stéfano im Südwesten an der Küste. Sie hat in etwa die Größe eines Viertels von Österreich oder des deutschen Bundeslandes Hessen. Sie müssen also mindestens zwei Wochen einplanen, um dem Reichtum an Natur und Kultur einigermaßen gerecht zu werden. Abgesehen von den unglaublichen landschaftlichen Reizen dieser Region hat die Toskana nämlich auch sehr viele kulturelle und historische Werte zu bieten. Für Radfahrer bietet die Toskana 380 km flache Küstenstreifen, aber auch Straßentrassen, die vom Meer über die Hügel mehrere Kilometer ins Inland reichen. Perfekt also zur Schulung der Grundlagenausdauer.
 
  Die insgesamt 18 Touren führen Sie also über die Gipfel des Chianti (Region nördlich von Siena), in die Crete (Region südlich von Siena), rund um die Etruskerstadt Volterra, durch das Val d’Elsa inklusive des – wie der Name schon sagt – „richtigen“ Berges „Pratomagno“, immerhin 1548 m oder nach Montepulciano, Quirico d’Orcia, Monte Amiata (1738m), zu einem Besuch bei Pius II in Pienza. Unvergesslich bleibt auch das tiefromantische Lucca mit seiner Stadtmauer, eine Reise zum weißen Gold Michelangelos nach Carrara (Marmor!) oder in die Therme des Schwefelwasserfalls von Saturnia bei Sovana, die schon Dante in seiner „Göttlichen Komödie“ gelobt hat. Unglaubliche Farbfotos ergänzen das appetitliche Mahl, bei dem einem allein durch die Nennung der Namen schon das Wasser im Mund zusammenläuft: sowohl was das Radfahrerherz, als auch das kulinarische verlangt, die Toskana hat es definitiv.
 
  Jede beschriebene Tour ist natürlich mit einem Höhenprofil ausgestattet und erwähnt geographische und historische Besonderheiten. Eine Beschreibung und Kurzcharakteristik über die Länge und den Schwierigkeitsgrad der jeweiligen Tour wird den gut recherchierten Texten vorangestellt und durch detaillierte Karten ergänzt. Eine eigene Strassen- und Tourenkarte kann aus dem Buch herausgenommen werden und ihnen die nötige Übersicht auf ihrer Tour verschaffen. Die letzte Tour widmet sich übrigens der Insel Elba. Auch sie bietet 78 km hügelige, leicht ansteigende 1360 Höhenmeter und mannigfaltige, ebenfalls beschriebene Einkehrmöglichkeiten.
 
  Die Delius Klasing Radführer sind von Profis für Profis. Ein Genuss in jeder Hinsicht. Warum also nicht einmal ein Aktivurlaub? Körper, Geist UND Seele werden es Ihnen danken!

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