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C.L. Moore
Vintage Season
(1946)


Von Michael K. Iwoleit

  Ist es zu rechtfertigen, wenn eine Autorin in einer Bestenliste gleich dreimal auftaucht? Darüber werde ich mir in späteren Fassungen dieses Artikels noch einmal Gedanken machen müssen. Tatsache ist aber, daß "Vintage Season" allgemein als das Meisterwerk der Autorin gilt (und ich mir, nebenbei bemerkt, keine der drei hier genannten Erzählungen aus der SF wegdenken könnte).
  Barry Malzberg bezeichnete diese Novelle als die beste SF-Erzählung der vierziger Jahre. Sie gehört in den Kreis der Werke, ohne die die Entwicklung des Genres einen anderen Verlauf genommen hätte, und fasziniert auch nach mehrmaligem Lesen durch die langsame Verdichtung der Atmosphäre und erotischen Untertöne bis zum Finale, in dem sich die überirdisch perfekten Fremden als Zeitreisende herausstellen, die als Katastrophentouristen durch die Weltgeschichte reisen.
  "Vintage Season" war eine der wenigen Erzählungen, die Cathrine Moore während ihrer achtzehnjährigen Ehe mit Henry Kuttner allein schrieb, und zeigt ihr Talent zur intensiven, nuncierten Schilderung von Gefühlszuständen in Vollendung, ein Talent, mit dem sie Spuren im Werk vieler jüngerer Autoren, etwa bei George R.R. Martin, hinterlassen hat.

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