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Ingeborg Schober
Pop Tragödien
Die spektakulärsten Fälle von den Beach Boys bis Nirvana

Ueberreuter
2004
192 Seiten
€ 17,95


Von Alemanno Partenopeo am 15.01.2006

  Ingeborg Schober ist eine in München lebende Journalistin und Buchautorin, die zuletzt durch Biographien von Janis Joplin und Jim Morrison auf sich aufmerksam gemacht hat. In vorliegendem Buch legt sie zehn packende Short Stories aus dem Bereich Glitzer und Glamour der vergangenen Jahrzehnte der Popgeschichte vor. Nirvana finden hier ebenso ihren Platz wie Falco oder „Saint Bob“ Geldof. Erstaunlich dabei das Hintergrundwissen von Schober. So recherchierte sie im Falle Geldof, den fraglichen Mord an Michael Hutchence. Geldof hatte seine Frau Paula Yates an den INXS Sänger verloren, als dieser sich erhängte kursierten die wildesten Gerüchte über die Sexspielchen des neuen Paares, die Hutchence das Leben gekostet hätten. Erheblichen „Dreck am Stecken“ hat sich der „Heilige Bob“ , der durch seine Hilfsprojekte für Afrika zu einiger Berühmtheit als Wohltäter gelangte, im Falle Hutchence - jedenfalls laut Schober - aufgeladen. Der Streit um das Erziehungsrecht der Kinder soll Hutchence in den Tod getrieben haben und drei Jahre später auch Paula Yates. Heute hat Bob Geldof sowohl die Kinder als auch Unsterblichkeit erlangt. Auch wenn er sein Privatleben dafür einbüßte, hat er Tausenden Afrikanern das Überleben gesichert. Das ist wohl der Preis, den man für Berühmtheit zahlen muss. Übrigens: Courtney Love, die Sängerin von „Hole“ und Frau des verstorbenen Nirvana-Sängers Kurt Cobain plant eine Verfilmung des Lebens von Paula Yates und will ihr damit endlich späte Gerechtigkeit widerfahren lassen. Auch wenn sich Courtney Love mit Paula Yates sehr gut identifizieren wird können, ist doch fraglich, ob dieses Projekt jemals verwirklicht wird. Die eigene Drogenabhängigkeit von Courtney dürfte dafür etwas hinderlich sein. Wer aber hätte vermutet, dass Cobains Drogenabhängigkeit schon in seiner Kindheit begann, als ihm Ärzte ob seiner Hyperaktivität
 Ritalin verabreichten und ihn so als späteren Kandidaten für einen umrauschten Selbstmord wohl ein bißchen vorprägten. Seine spätere Bronchitis und seine Magen-Darm Koliken taten das übrige für den ständigen Missbrauch von Medikamenten, besonders Codein und später Heroin, das ihm vor allem Schmerzfreiheit garantierte. Wer sich für Tratsch aus der Popwelt und Gerüchte über amerikanische Celebrities interessiert, ist mit diesem gut recherchierten Buch bestens bedient. Liest sich ausserdem auch noch sehr spannend!

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