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Mark Benecke
Lachende Wissenschaft
Aus den Geheimarchiven des Spaß-Nobelpreises

Lübbe
2005
204 Seiten
€ 7,95 [D]


Von Alfred Ohswald am 16.12.2005

  Die Zeitschrift „Annals of Improbable Research (deutsch etwa: Jahrbücher der Unglaublichen Forschung) erscheint alle 2 Monate in Cambridge (USA) und widmet sich (meist) echten wissenschaftlichen Arbeiten, die einen witzigen, oft etwas absurden Aspekt haben. Wissenschaftliche Arbeiten, auf die die Welt gewartet hat – etwas ironisch formuliert. Einmal im Jahr verleiht das Magazin die so genannten Ig-Nobelpreise für besonders bemerkenswerte Arbeiten aus diesem Bereich. In „Lachende Wissenschaft“ sind mehrere Beispiele von Preisträgern und Anwärtern auf diesen speziellen Nobelpreis gesammelt.
  Da wird nach strengen, wissenschaftlichen Kriterien solchen Fragen nachgegangen, wie lange bestimmte Kekse in Tee bzw. Kaffe getunkt werden müssen, um den perfekten Geschmack zu erreichen oder ob Martine wirklich besser geschüttelt als gerührt ist, ein Konstrukteur eines Bärenschutzanzuges gehört zu den Preisträgern und die Frage, warum verheiratete Männer länger leben, wird versucht zu klären. Ein Physiker erforsch, wie schnell Schaum auf dem Bier sich senkt und die Tierwelt Entenhausens wird kategorisiert, ob die Schuh- und Penisgröße etwas miteinander zu tun haben, wird untersucht oder – etwas seriöser – Ursachen für Autounfälle bei nigerianischen Taxifahrern untersucht.
  Es scheint kaum etwas zu geben, das zu absurd ist, um von Wissenschaftlern nicht unter die Lupe genommen zu werden. Und manches Mal ergibt sich aus einer zuerst einigermaßen sinnfrei erscheinenden Nachforschung ein schlussendlich doch recht interessantes und durchaus nützliches Ergebnis. Oft kommt bei Untersuchung von Blödsinn natürlich auch nichts als reichlich Sinnloses heraus.
  Unterhaltsam ist das Buch allemal, lehrreich nur in sehr begrenzten Umfang aber das eine oder andere Schmunzeln ist garantiert.

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