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Alfred Bester
The Stars my Destination
(1956)

Vintage Books


Von Michael K. Iwoleit

  Außer William Gibson ist es keinem anderen Autor gelungen, mit einer verhältnismäßig kleinen Anzahl von Werken einen so nachhaltigen Einfluß auf die Science Fiction auszuüben wie Alfred Bester. Seine bis heute unübertroffene Gabe war sein Esprit. Seine furiosen, energiegeladenen Erzählungen, seine extravagante, gekonnt mit dem Theatralischen und Melodramatischen hantierende Sprache und seine typographischen Experimente haben die Science Fiction um neue Ausdrucksformen bereichert.
  Wer immer eine Liste der besten Science Fiction-Romane zusammenstellt hat die schwere Wahl zwischen Besters Klassikern THE DEMOLISHED MAN (1952) und THE STARS MY DESTINATION. Letzterer ist eine futuristische Adaption von Alexandre Dumas Roman DER GRAF VON MONTE CHRISTO und erzählt vom Rachefeldzug des Raumfahrers Gully Foyle, der im Wrack eines havarierten Raumschiffs zurückgelassen wird und die Fähigkeit des Teleportierens entwickeln muß, um sein Leben zu retten.
  Wie immer bei Bester ist die rasante, ins Groteske und Surreale abschweifende Handlung Vehikel für die bizarre psychologische Zeichnung des Helden, in diesem Fall für die innere Reifung Gully Foyles vom Racheengel zum "Brennenden Mann", der am Ende den Durchbruch zu einer neuen Wahrnehmungsfähigkeit erlebt.
  Mit THE DEMOLISHED MAN und diesem Roman ist Alfred Bester gelungen, wozu ein A.E. van Vogt nie imstande war: er hat das Pulp-Erbe der Science Fiction in Form von Weltraumabenteuern und Telepathenstories auf ein neues Niveau gehoben und damit überwunden.
  Kein anderer Autor hat je eine Space Opera geschrieben, die an den (Irr)Witz dieses Meisterwerks heranreicht.

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