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Allen Roy Evans
Der Zug der Rentiere
(Reindeer Trek)

Zsolnay
1964
Übersetzt von Richard Hoffmann
315 Seiten


Von Alfred Ohswald am 27.01.2000

  Im Jahr 1929 macht sich ein Rentierzug von der Buckland-Bay in ein 3000 Kilometer entferntes Gebiet in Alaska auf die Reise. Die Regierung will die Häufigen Hungersnöte bei den Dortigen Einheimischen durch die Ansiedlung dieser Herde verhindern. Die Lappen John, der schweigsame und überlegte Führer, der erfahrene Pehr, Akla und der junge Mikel werden von einer Gruppe Eskimos bei dem Unternehmen unterstützt.
  Bald nach dem Aufbruch kommt es zu vereinzelten Spannungen unter den Leuten und Jon ist gezwungen, einen der Eskimos mit seiner Frau wegzuschicken. Als Mikel kurz darauf zwei Eskimos aus dem primitiven Inneren des Landes beim Jagen der Rentiere erwischt und gefangennimmt, werden sie als Hilfe angeheuert. Die beiden fügen sich aber auf Grund ihrer Andersartigkeit schlecht in die Gemeinschaft ein und sorgen für Probleme und Spannungen.
  Und die große Reise mit ihren schwierigen Fluß- und Bergüberquerungen, den hungrigen, listigen Wölfen steht zum Großteil noch bevor Doch die größten Probleme sollten noch aus dem Zusammenleben der verschiedenen Menschen entstehen.
 
  Dieser Roman aus der Zwischenkriegszeit ist wohl eine der beeindruckendsten Abenteuergeschichten in der Literatur. Die eindringlich erzählten Naturgewalten in der lebensfeindlichen Umgebung und die in einer wunderbar passenden Sprache beschriebenen eigenartigen Mentalitäten der Protagonisten fesseln von der ersten bis zur letzten Zeile. Ohne allzuviele Zeilen über die inneren Befindlichkeiten der Beteiligten zu verlieren, scheint sie der Leser durch die Erzählkunst des Autors bald fast mit allen ihren Eigenheiten vor sich zu sehen.
  Der Roman beruht auf einer wahren Begebenheit und dem Autor waren die Bewohner des Nordens durchaus vertraut, und das dürften die Hauptgründe für die hohe Qualität des Buches sein. Obwohl die Thematik und der Titel des Buches vielleicht einigen Leser als wenig interessant erscheinen mag, wage ich zu behaupten, daß auch sie sich nach dem Lesen meiner Meinung anschließen werden.
  Leider ist das Buch zur Zeit (Jänner 2000) nicht in deutscher Sprache lieferbar.

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