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Immogen Edwards-Jones
Hotel Babylon
Hinter den Kulissen: Ein Tatsachenroman voller Dekadenz und Intrigen

Europa Verlag
2005
Übersetzt von Heiko Arntz
300 Seiten
€ 17,90


Von Alemanno Partenopeo am 22.10.2005

  Babylon steht in der biblischen Mythologie für Dekadenz, Völlerei, Blasphemie und noch einige Todsünden mehr. Ganz so wie in der Bibel Sodom und Gomorrha beschrieben werden geht es in diesem Luxushotel in London zu.
  Natürlich ist der Name fiktiv und natürlich ist die Autorin eigentlich Journalistin, gleichzeitig aber auch Besitzerin eines solchen Nobelhotels. Sie weiß also, wovon sie redet. Im Hotel Babylon wird frühmorgens schon mal zur Antibabypille gegriffen, eine Telefonsexhotlinerechnung über 850.- Pfund von einem Gast widerwillig bezahlt oder eine „Wurst“ im Bett der Gräfin gefunden. Und wir haben es erst halb elf! Das Buch ist nämlich nach der Uhr aufgebaut, jede Stunde wird gesondert erzählt und gestaltet so auch die Kapitel des Buches. Vielleicht ist es gerade das, was das Lesen des Buches so kurzweilig macht. Man liest sich durch den Tag und dabei vergeht der eigene Tag wie nichts und wenn man das Buch dann beiseite legt, denkt man sich: „uff, geschafft!“ Aber dann fängt die eigentliche Arbeit erst wirklich an, nämlich die eigene Arbeit - die man vor lauter spannender Lektüre - vergessen hat zu machen. Statt sich die neuen Folgen „Desperate Housewives“ oder einem anderen amerikanischen Mist anzusehen, sollte man lieber zu diesem Buch greifen, die Unterhaltung ist eindeutig besser, wenn auch nicht unbedingt anspruchsvoller. Die Reichen dieser Welt, die im Hotel Babylon absteigen, sind keinesfalls bessere oder anständigere Menschen. Es stellt sich zum Schluss nur noch die Frage, ob in diesem Hotel noch jemand von diesen Herrschaften dort nächtigen will, nachdem nun jeder über die Intimitäten des anderen Bescheid weiß...

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