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Antje Babendererde
Die Suche

Merlin Verlag
2005
350 Seiten
€ 19,50 [D] 20,10 [A]


Von Alfred Ohswald am 12.10.2005

  Als ein Junge aus dem Indianerreservat verschwindet, wird die Mitarbeiterin des Jugendamts Canyon Toshiro hinzugezogen. Jem, der Vater des Jungen begegnet ihr mit kalter Abneigung, trotzdem glaubt Canyon nicht, dass er etwas mit dem Verschwinden des Jungen zu tun hat. Als der Junge nach einigen Tagen noch immer nicht aufgetaucht ist, sucht Jem mit einigem Widerwillen auf den Rat seiner Eltern die alte Seherin des Dorfes auf und sie empfiehlt ihm, um die Hilfe von Canyon zu bitten. Wenig begeistert von diesem Rat, taucht Jem bei Canyon auf, um zu erkunden, ob sie ihm helfen kann. Trotz der persönlichen Distanz beginnen beide zusammen mit der Suche nach dem Jungen.
  Jem ist auch der Wortführer einer Gruppe, die sich gegen geplante Abholzungen in den Wäldern ihres Reservates durch einen japanischen Konzern stellt. So liegt auch der Verdacht nahe, dass sein Junge entführt wurde, um in dieser Sache Druck auf ihn auszuüben. Aber es zeichnet sich mit der Zeit auch eine andere Möglichkeit ab.
 
  Auch in ihrem neuen Roman beschäftigt sich Antje Babendererde wieder mit dem Leben und den Problemen der Indianer in der heutigen Zeit - dem Konflikt zwischen Abpassung an die moderne Zeit und ihren uralten Traditionen und dem Kampf um ihren Lebensraum. Wie schon in ihren frühren Büchern, hat sie auch dieses Mal diese Problematik in einer Art Krimihandlung und einer Liebesgeschichte verpackt.
  Bei „Die Suche“ ist ihr besonders der komplexe Charakter ihrer weiblichen Hauptfigur mit ihrer traumatischen Vergangenheit gut gelungen. Ohne zu melodramatisch zu werden, hat sie diese Frau und die Problematik der Kindesmisshandlung in die Handlung eingebunden, ohne die anderen Aspekte in den Hintergrund zu drängen.
  Insgesamt ist es aber ein typischer Roman für die Autorin. Wer ihre bisherigen Bücher mochte, wird auch von „Die Suche“ nicht enttäuscht sein und wem ihre Bücher nicht sonderlich liegen, wird auch bei ihrem neuen Buch seine Meinung nicht ändern.

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