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Christiane Oppermann
Ferrari
Das schnellste Unternehmen der Welt

Campus Verlag
2005
263 Seiten
€ 24,90 [D] 25,60 [A]


Von Alfred Ohswald am 18.09.2005

  Ferrari ist ein in vielerlei Hinsicht bemerkenswertes Unternehmen. Vom Patriarchen Enzo Ferrari nur zu dem Zweck gegründet, Autorennen zu gewinnen. Auch die Produktion ihrer Luxus-Karossen dient nur der Geldbeschaffung für dieses Ziel. Unter Enzo Ferrari zählten große Rennen abseits der Formel 1 als gleichwertig und es wurde ebenso viel Engagement investiert. Die in Kleinauflagen produzierten Sportwagen für die begüterte Kundschaft von Autoenthusiasten zerrten dann von dem bei den Rennen erworbenen Mythos als Krone der motorisierten Fortbewegungsmittel.
  Mit dem Tod des Patriarchen war eine dringend notwendige Reform des Unternehmens fällig, die Zeiten der einsamen, oft recht willkürlichen Entscheidungen waren vorbei. Der geglückte Aufbau eines straff organisierten, hochkarätigen internationalen Teams und die Konzentration auf die Formel 1 legten den Grundstein für die glänzenden Erfolge mit Michael Schuhmacher in den letzten Jahren.
 
  Die Wirtschaftsjournalistin Christiane Oppermann beschäftigt sich in ihrem Firmenportrait mit alles Aspekten dieses Unternehmens, den unternehmerischen Aspekten ebenso wie den Rennfahrern, Autos und dem Motorsport. Dabei wird sie immer detaillierter, desto näher die Ereignisse in der Gegenwart liegen. In der Ära Schuhmacher z.B. wird jedes Rennen zumindest mit einem Satz berücksichtigt. Leider unterliefen ihr bei der Geschichte des Motorsports auch einige Fehler. Weil dieser Teil ein zentraler Punkt ihrer Darstellungen ist, wiegt es umso schwerer.
  Der Umfang des Buches und ihr umfassender Anspruch, jeden Aspekt - von den Persönlichkeiten über die Autos bis zu wirtschaftlichen Entscheidungen – zu beleuchten, erlaubt auch nur ein ziemlich hastiges Abhandeln aller Details. Man erfährt viel, aber selten wirklich ausführlich. Illustriert ist das Buch recht spartanisch und ohne Farbe, was bei diesem Objekt etwas schade ist. Aber Bildbände gibt es zu dem Thema ja reichlich.

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